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		<title>&#8222;Ich kann nicht mehr&#8220; – Wenn der Körper die Reißleine zieht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2025 06:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Change]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Berufstätige – besonders Führungskräfte – ignorieren die Warnsignale ihres Körpers: Viele berichten von Schlafproblemen, Erschöpfung, innerer Unruhe. Warum wir diese Signale oft überhören, was das mit unserer Arbeitskultur zu tun hat – und was wir tun können, erzählt Health Coach Laura Schneider. Zu Dir kommen Menschen, deren Körper nicht mehr so kann, wie er [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Viele Berufstätige – besonders Führungskräfte – ignorieren die Warnsignale ihres Körpers: Viele berichten von Schlafproblemen, Erschöpfung, innerer Unruhe. Warum wir diese Signale oft überhören, was das mit unserer Arbeitskultur zu tun hat – und was wir tun können, erzählt Health Coach Laura Schneider.</strong></p>
<p><span id="more-11341"></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Zu Dir kommen Menschen, deren Körper nicht mehr so kann, wie er soll – besonders dann, wenn sie beruflich sehr eingebunden sind. Was sind denn diese Signale, auf die Arbeitende achten sollten?</strong><br />
</span><span class="s1">Unser Körper schickt klare Warnsignale, aber oft bemerken wir sie erst, wenn es richtig weh tut. Oft heißt es &#8222;Ich bin morgens schon müde, obwohl ich geschlafen habe.&#8220; Oder: &#8222;Ich sitze nur am Laptop – und trotzdem fühlt sich mein ganzer Körper an, als hätte ich einen Marathon hinter mir.&#8220;</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Auch das Thema Ernährung kommt oft: Sie wird zur Nebensache – gegessen wird, wenn überhaupt, zwischendurch und unter Zeitdruck. Die Wahl fällt dann häufig auf etwas Schnelles, oft nicht besonders nährstoffreich. Und abends ist man dann so platt, dass der Gedanke an Kochen oder Bewegung schon zu viel ist. Das Training wird verschoben, die Sportschuhe bleiben im Flur stehen. Statt echter Pause gibt’s dann Netflix, Handy, Chips – einfach nur noch runterkommen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Aber das ist keine Erholung. Viele fühlen sich selbst am Wochenende nicht wirklich regeneriert. Der Kopf läuft weiter, der Körper kommt nie richtig zur Ruhe. Und dann kommen die Symptome: Verspannungen, Schlafprobleme, Gereiztheit, Magenbeschwerden – oder einfach dieses dumpfe Gefühl von &#8222;Ich kann nicht mehr.&#8220;</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Sind das Einzelfälle?<br />
</strong></span><span class="s1">Diese körperlichen Warnsignale nehmen spürbar zu. Studien zeigen, dass inzwischen mehr als 75 Prozent der Berufstätigen regelmäßig über Erschöpfung klagen. Gleichzeitig steigen die Ausfalltage durch psychische Belastungen seit Jahren kontinuierlich an – zuletzt auf über 120 Millionen Fehltage pro Jahr allein in Deutschland. Die Gründe liegen oft in einer Kombination aus chronischem Stress, mentaler Überlastung, Schlafmangel und einer Entfremdung vom eigenen Körper. Viele Menschen funktionieren nur noch – statt sich wirklich leistungsfähig, klar und wohl fühlen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Und warum ist das so?<br />
</strong></span><span class="s1">Die Erwartungen im Job sind schon lange gestiegen, viele Betriebe fordern mehr Flexibilität, mehr Leistung – aber die Pausen, die Entlastung, das Menschliche bleiben oft auf der Strecke. Durch Corona wurde es noch mehr verstärkt: Plötzlich war alles gleichzeitig – Home-Office, Kinderbetreuung, Sorgen um Gesundheit und Job. Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben sind verschwommen, echte Pausen gab es kaum noch. Viele haben in dieser Zeit einfach nur funktioniert und sind danach nie wieder richtig aus diesem Modus herausgekommen. Heute erleben wir eine Daueranspannung: hohe Erwartungen, wenig Erholung, ständig &#8222;on sein&#8220; – beruflich und privat.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Gibt es Menschengruppen, die davon häufiger betroffen sind? Mit wem arbeitest Du?<br />
</strong></span><span class="s1">Meist sind es weibliche Führungskräfte oder Frauen in leitenden Positionen, mit denen ich arbeite, aber auch Menschen mit einem allgemein hohen Leistungspensum – privat als auch beruflich. Neben den häufigsten Symptomen wie dauerhafte Müdigkeit oder Erschöpfung bringen sie auch – und das wird meiner Meinung nach viel zu wenig thematisiert und ernst genommen! – Verzweiflung mit, weil kein Arzt ihnen mehr weiterhelfen will. Es heißt in der Regel &#8222;körperlich sei alles in Ordnung&#8220; und auch die Blutwerte seien &#8222;im Referenzbereich&#8220;. Die Betroffenen werden also mit ihren gesundheitlichen Herausforderungen alleingelassen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Wie lange zieht sich das schon durch ihr (Arbeits-) Leben?<br />
</strong></span><span class="s1">Das ist unterschiedlich. Manche steuern recht schnell gegen, weil sie die Notwendigkeit rechtzeitig erkennen, andere gehen bis zur vollen Erschöpfung oder alarmierenden Blutwerten, bis sie sich Hilfe suchen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Warum fällt es uns denn so schwer, auf unseren Körper und seine Signale zu hören?<br />
</strong></span><span class="s1">Viele haben den Zugang zu ihrem Körper schlicht verlernt – besonders Menschen mit hoher Verantwortung. Führungskräfte sind es gewohnt, zu funktionieren, Ziele zu erreichen und stark zu sein – auch dann, wenn der Körper längst Alarm schlägt. Signale wie ständige Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder häufige Infekte werden ignoriert oder kleingeredet. Dahinter steckt oft der Gedanke: &#8222;Ich kann mir das gerade nicht leisten.&#8220; Denn: Verantwortung, Termine, Erwartungsdruck – all das lässt oft keinen Raum für Pause oder Fürsorge.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">In der Folge verschieben viele die Grenze, was noch &#8222;normal&#8220; ist – bis der Körper sie irgendwann zwingt, hinzuhören. Die Crux: Viele Führungskräfte leiden selbst unter diesen Symptomen, sollen aber gleichzeitig Vorbild für ihr Team sein…</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Liegt das an den Menschen oder an den Unternehmen?<br />
</strong></span><span class="s1">Die Verantwortung liegt bei beiden Seiten: Menschen und Unternehmen. Viele Führungskräfte sind leistungsorientiert, diszipliniert – aber oft zu hart zu sich selbst. Erschöpfung wird ignoriert, Pausen vernachlässigt. Gleichzeitig herrscht in vielen Unternehmen eine Kultur, in der Überlastung normal ist. Gesundheit kommt erst aufs Radar, wenn der Körper streikt. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>&#8230; also sprechen wir eigentlich nicht über Gesundheit, sondern nur über Krankheit?<br />
</strong></span><span class="s1">Ja. Dabei braucht es frühzeitige Prävention und das Schaffen eines Gesundheitsbewusstsein. Führungskräfte haben hier eine Schlüsselrolle: Wer selbst gut für sich sorgt, lebt vor, dass Gesundheit die Grundlage für Leistung ist – nicht ihr Gegenspieler.</span></p>
<p><span class="s1"><strong>Erzähle mir von Deiner Arbeit: Wie gehst Du das Thema an?<br />
</strong></span><span class="s1">Mein Ansatz ist ganzheitlich und basiert auf den konkreten Symptomen und der persönlichen Lebensrealität der jeweiligen Person. Ein zentrales Element dabei sind umfassende Blutanalysen. Sie zeigen sehr genau, wie es um den körperlichen und mentalen Gesundheitszustand steht – lange bevor es zu echten Ausfällen kommt. Auf dieser Grundlage entwickle ich einen maßgeschneiderten Gesundheitsplan: mit gezielten Empfehlungen zu Ernährung, Mikronährstoffversorgung, Schlaf, Bewegung und Stressregulation.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Tools, die ich vermittle, lassen sich in den Alltag integrieren – gerade auch in den von Führungskräften mit hohem Anspruch und engem Zeitkorsett. Es geht nicht um &#8222;noch etwas Zusätzliches&#8220;, sondern darum, Gesundheit wieder als entlastenden und stärkenden Teil des Lebens zu begreifen. Mein Ziel ist, dass die Menschen in ihre Selbstverantwortung kommen, ihre Körpersignale ernst nehmen und damit nicht nur leistungsfähiger werden, sondern sich vor allem grundsätzlich eine hohe Lebensqualität zu bewahren.</span></p>
<p><span class="s1"><strong>Und was ist dann das Ergebnis Deiner Arbeit? Ist der Zustand umkehrbar?<br />
</strong></span><span class="s1">Das Ergebnis meiner Arbeit ist immer individuell, aber häufig fühlen sich meine Klientinnen wieder voller Energie und leistungsfähig – sowohl beruflich als auch privat: Beruflich steigern sie ihre Produktivität und Konzentration und privat haben sie wieder mehr Energie für ihre Familie und Freizeit. Statt abends nur noch erschöpft auf der Couch zu sitzen, können sie sich z.B. wieder sportlich betätigen und sich mit Freunden treffen.<br />
</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ein konkretes Beispiel: Eine Klientin, die jahrelang unter Schlafproblemen und einem unausgeglichenen Hormonhaushalt litt, konnte durch gezielte Anpassungen in ihrer Ernährung und Lebensweise ihren Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen. Sie schlief endlich wieder durch, fühlte sich erfrischt und war tagsüber viel energiegeladener. Auch das Gefühl der ständigen Müdigkeit, das sie vorher begleitete, verschwand nach und nach.</span></p>
<div id="attachment_11345" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-11345" class="wp-image-11345 size-thumbnail" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2025/05/Laura-Schneider-Bild-Lisa-Noell-150x150.jpg" alt="Laura Schneider (Bild Lisa Nöll)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2025/05/Laura-Schneider-Bild-Lisa-Noell-150x150.jpg 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2025/05/Laura-Schneider-Bild-Lisa-Noell.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-11345" class="wp-caption-text">Laura Schneider (Bild: Lisa Nöll)</p></div>
<p><em><span class="s1"><strong>Laura Schneider </strong>ist Health Coach und </span><span class="s1">die Gründerin von “Bodyhormonie Coaching” (<a href="https://bodyhormonie-coaching.de/" target="_blank" rel="noopener">Health Coaching: Energie tanken &amp; körperliche Ziele erreichen</a>) und Co-Founder von “The better work institute&#8220;. Ihr Fokus liegt auf ganzheitlicher und präventiver Gesundheit, mental und körperlich. Neben 1:1-Coachings gibt sie auch Seminare, Vorträge und Workshops, um so viele Menschen wie möglich in die Eigenverantwortung für ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu bekommen. </span></em></p>
<p>Das Interview führte Inga Höltmann.</p>
<p><em> </em></p>
<div class="mceTemp"></div>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-2881" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg" alt="Banner Gastartikel Gastbeitrag Magazin" width="2000" height="800" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg 2000w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-1280x512.jpg 1280w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-980x392.jpg 980w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-480x192.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2000px, 100vw" /></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wenn Du einen Gastbeitrag verfassen möchtest,<br />
</strong><strong>dann sende Deine Idee einfach an Inga: <a href="mailto:inga@accelerate-academy.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">inga@accelerate-academy.de</a></strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie New Work die Gesundheit der Mitarbeitenden positiv beeinflussen kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Inga Höltmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Sep 2023 03:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Change]]></category>
		<category><![CDATA[Change Management]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Mindset]]></category>
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		<category><![CDATA[New Work]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Unternehmen versuchen sich an Neuer Arbeit. Doch nicht immer erleben sie ausschließlich die Vorteile dieser modernen Arbeitsweisen. Woran liegt das? Charlotte Meixner ist Expertin für gesundes Arbeiten und sie vermisst vor allem eines: Eine ganzheitliche Betrachtung unserer Arbeit.  „Viele wollen New Work, aber nur wenige können es&#8220;, &#8222;New Work heißt nicht Home-Office&#8220; und &#8222;Mitarbeiter [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Viele Unternehmen versuchen sich an Neuer Arbeit. Doch nicht immer erleben sie ausschließlich die Vorteile dieser modernen Arbeitsweisen. Woran liegt das? Charlotte Meixner ist Expertin für gesundes Arbeiten und sie vermisst vor allem eines: Eine ganzheitliche Betrachtung unserer Arbeit. </b></p>
<p><span id="more-10333"></span></p>
<p class="p1"><span class="s1">„Viele wollen New Work, aber nur wenige können es&#8220;, &#8222;New Work heißt nicht Home-Office&#8220; und &#8222;Mitarbeiter wollen Remote-Work-Tools, keine Office-Pflicht&#8220;: Schlagzeilen wie diese sind in den Medien allgegenwärtig. Die (Arbeits-)Welt wandelt sich, das Konzept von New Work sowie Mitarbeitenden-Gesundheit gewinnen zunehmend an Bedeutung.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">New Work bedeutet dabei weit mehr als nur Home-Office oder flexible Arbeitsmodelle. Es geht um eine grundlegende Neuausrichtung der Arbeitskultur, bei der der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Zentrale Aspekte von New Work sind dabei die Flexibilität, Autonomie und vor allem Sinnhaftigkeit in der Arbeit. Dies stellt insbesondere für die Digital Natives und Millennials, die nach Selbstverwirklichung und Wertorientierung suchen, einen zentralen Anreiz dar. </span><span class="s1">Welche konkreten Auswirkungen hat dieser Wandel auf die Gesundheit der Mitarbeitenden? </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Hier eine Übersicht: </span></p>
<p><strong>Auswirkungen von New Work auf die <em>psychische</em> Gesundheit</strong><br />
✗ Positiv</p>
<ul>
<li>Durch die Betonung von Sinnhaftigkeit steigt die Arbeitszufriedenheit und damit einhergehend die Motivation</li>
<li>Selbstbestimmung kann Stress reduzieren und Burnouts vorbeugen</li>
<li>Flexible Arbeitsmodelle fördern eine bessere Work-Life-Balance und damit das psychische Wohlbefinden</li>
<li>Die Möglichkeit zur Mitgestaltung und Partizipation stärkt das Gefühl der Eigenverantwortung und verringert das Gefühl der Ohnmacht</li>
<li>Weniger Pendelstress durch flexible Arbeitsortgestaltung und damit Gewinnung an Zeit</li>
</ul>
<p>✗ Negativ</p>
<ul>
<li>Ständige Erreichbarkeit und Reizüberflutung können zu Stress führen.</li>
<li>Das Wegfallen klarer Arbeitsstrukturen kann zu Isolation und Schwierigkeiten bei der Abgrenzung von Arbeit und Freizeit führen.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Auswirkungen von New Work auf die <em>physische</em> Gesundheit</strong><br />
✗ Positiv</p>
<ul>
<li>Mehr Bewegungsfreiheit durch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens</li>
<li>Die Möglichkeit, in einer bevorzugten Umgebung zu arbeiten, kann die allgemeine Zufriedenheit und den Komfort steigern</li>
<li>Flexible Arbeitszeiten ermöglichen mehr Zeit für sportliche Aktivitäten</li>
</ul>
<p>✗ Negativ</p>
<ul>
<li>Die Gefahr einer nicht-ergonomischen Arbeitsumgebung zu Hause</li>
<li>Verminderte körperliche Aktivität durch fehlende Wege im Büroalltag</li>
<li>Potenziell längere Arbeitszeiten und unregelmäßige Essenszeiten</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p class="p1"><span class="s1">Diese &#8211; natürlich nicht erschöpfende &#8211; Zusammenstellung zeigt viele potenzielle Vorteile. Doch wie kommen Menschen und Unternehmen in den Genuss dieser Vorteile? Und wie können sie die Nachteile minimieren? </span><span class="s1">Unternehmen können (und sollten) ihre Mitarbeitenden darin unterstützen. Ein erster Schritt besteht in dem aktiven Vorleben der Werte und dem Schaffen einer Identifikation mit der Arbeit durch das Anbieten von Optionen und Möglichkeiten der Mitgestaltung. Weiter können Möglichkeiten zur stetigen Weiterentwicklung, für die berufliche (Erweiterung der Kenntnisse im Fachbereich und darüber hinaus) sowie persönliche Entwicklung (z.B. Zeitmanagement) die Zufriedenheit steigern und durch den Zugewinn neuer Kompetenzen oder Strategien zur Entlastung beitragen.</span></p>
<h3>Klare Kommunikation ist essentiell</h3>
<p class="p1"><span class="s1">Gleichzeitig ist eine offene Kommunikation essentiell. Regelmäßige Check-ins und offene Kommunikationskanäle können das Gefühl der Zugehörigkeit und Inklusion stärken und dafür sorgen, dass sich alle Teammitglieder gehört und wertgeschätzt fühlen. Dabei sind transparente Rollendefinitionen und klare Kommunikation über Erwartungen erforderlich, um möglichen Verwirrungen und Gefühlen der Überforderung entgegenzuwirken. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Um der ständigen Erreichbarkeit und der Reizüberflutung in digitalen Zeiten entgegenzuwirken, könnten Unternehmen Phasen ohne digitale Kommunikation fördern und so eine Art &#8222;Digital Detox&#8220;-Zeit etablieren. Darüber hinaus wäre das Angebot von Programmen, die die mentale Gesundheit unterstützen, wie Meditation, Achtsamkeitstrainings oder Coachings, ein weiterer positiver Schritt.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Physisch betrachtet sind die Einführung von Schulungen zur Einrichtung eines ergonomischen Home-Office-Arbeitsplatzes oder finanzielle Unterstützung für ergonomische Möbel nur ein paar der möglichen Wege, wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden unterstützen können. Zeitflexibles Arbeiten, der Einsatz von Gamification sowie die Möglichkeit für Online-Fitnesskurse oder Mitgliedschaften in Fitnessstudios sind weitere Anreize, damit die Mitarbeitenden körperlich aktiv bleiben. Eine Ermutigung und Akzeptanz regelmäßig Pausen einzulegen, kann einen gesunden Lebensstil fördern.</span></p>
<h3>Ein ganzheitlicher Ansatz für das Wohlbefinden</h3>
<p class="p1"><span class="s1">Diese Ansätze unterstreichen, wie wichtig es ist, dass das Konzept von New Work ganzheitlich betrachtet wird – es geht nicht nur darum, wo und wann gearbeitet wird, sondern auch um das Wie und Warum. Hier zeigt sich deutlich: Es geht um weit mehr als bloße Flexibilität. Es geht darum, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die das Wohlbefinden der Mitarbeitenden in den Vordergrund stellt, ohne die Anforderungen des Unternehmens aus den Augen zu verlieren. Nur durch diesen ganzheitlichen Ansatz können Unternehmen sicherstellen, dass sie von den zahlreichen Vorteilen profitieren, die New Work mit sich bringt. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Es ist eine Investition in die Zukunft – New Work ist nicht nur ein Trend, sondern eine notwendige Entwicklung. Unternehmen, die mit gezielten Maßnahmen in die Gesundheit und Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden investieren und New Work nachhaltig implementieren, profitieren von einer motivierten und leistungsfähigen Belegschaft, die sich positiv auf Fluktuation, Krankenstand, Fachkräftemangel und Arbeitgeberimage auswirken können.</span></p>
<div id="attachment_10337" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10337" class="wp-image-10337 size-thumbnail" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2023/08/Charlotte-Meixner-Bild-Promo-150x150.png" alt="Charlotte Meixner (Bild: Promo)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2023/08/Charlotte-Meixner-Bild-Promo-150x150.png 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2023/08/Charlotte-Meixner-Bild-Promo.png 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-10337" class="wp-caption-text">Charlotte Meixner (Bild: Promo)</p></div>
<p><em><strong>Charlotte Meixner</strong> ist CO-Founderin von work:alution und hat sich auf Gesundheit, gesundes Arbeiten, New Work und Remote Arbeit spezialisiert. Sie ist als Referentin tätig und berät Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeitende. Neben weiteren Tätigkeiten an verschiedenen Universitäten arbeitet sie an ihrer Promotion und begleitet Projekte im Bereich Gesundheit, KI und Digitalisierung.</em></p>
<p><em> </em></p>
<div class="mceTemp"></div>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-2881" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg" alt="Banner Gastartikel Gastbeitrag Magazin" width="2000" height="800" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg 2000w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-1280x512.jpg 1280w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-980x392.jpg 980w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-480x192.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2000px, 100vw" /></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wenn Du einen Gastbeitrag verfassen möchtest,<br />
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			</item>
		<item>
		<title>Work-Life-Balance: Endlich neu denken!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2022 03:00:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Change]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Leadership]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Über den Fachkräftemangel klagen, aber keine Sekunde von der Vollzeit-Arbeitswoche abrücken? So funktioniert das nicht mehr, meint Alice Greschkow: Wer Angebote für eine bessere Work-Life-Balance macht, kann ganz neue Potenziale erschließen und Zugang zu qualifizierten Gruppen eröffnen, meint sie. Man muss es nur wollen! Die Hälfte der mittelständischen Unternehmen planen keine Strategie für die Work-Life-Balance [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Über den Fachkräftemangel klagen, aber keine Sekunde von der Vollzeit-Arbeitswoche abrücken? So funktioniert das nicht mehr, meint Alice Greschkow: Wer Angebote für eine bessere Work-Life-Balance macht, kann ganz neue Potenziale erschließen und Zugang zu qualifizierten Gruppen eröffnen, meint sie. Man muss es nur wollen!</b><br />
<span id="more-8808"></span></p>
<p>Die Hälfte der mittelständischen Unternehmen planen keine Strategie für die Work-Life-Balance &#8211; dies zeigen aktuelle Daten des ETL-Mittelstandskompasses. Dabei kann genau an dieser Stellschraube eine Lösung für den Fachkräftemangel liegen. Unternehmen und Politik müssen endlich neu darüber nachdenken!</p>
<h3>Digitalisierung läuft – doch die Work-Life-Balance steht im Hintergrund</h3>
<p class="p1"><a class="" href="https://ihoelt.lt.acemlna.com/Prod/link-tracker?redirectUrl=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZ3d3cuZXRsLmRlJTJGYWt0dWVsbGVzJTJGZXRsLW1pdHRlbHN0YW5kc2tvbXBhc3MtMjAyMi1lcnNjaGllbmVuLWJyYXVjaHQtZGVyLWRldXRzY2hlLW1pdHRlbHN0YW5kLWVpbmVuLXdlY2tydWY=&amp;sig=7ocYzzqxsaGy8pjyHatRhKDAMKqxNnnA6qobrpRU3ziJ&amp;iat=1651723511&amp;a=%7C%7C25633980%7C%7C&amp;account=ihoelt%2Eactivehosted%2Ecom&amp;email=W%2BDcrJDWhl05M%2F7SIkhCB790XJ89KlxNymU%2BHz%2FfKvY%3D&amp;s=22a287115a4ebfc6534b4d0ab49ad4f9&amp;i=945A1172A1A12373" target="_blank" rel="noopener" data-ac-default-color="1"><span class="">Der kürzlich erschienene Mittelstandskompass</span></a>, den die Steuerberatungsgruppe ETL in Kooperation mit dem Institut für deutsche Wirtschaft (IW Köln) entwickelt hat, zeigt einen spannenden Blick in kleine und mittlere Unternehmen.<br class="" /><br class="" /><span class="">Deutlich wird: Der Fachkräftemangel ist angekommen. </span>In keiner Branche sehen die Unternehmen eine entspannte Arbeitsmarktlage, insbesondere im IT-Bereich und in Bauberufen, aber auch im Marketing werden Fachkräfte gesucht. 45 Prozent der befragten Unternehmen geben an, Fachkräfte mit einer zwei- bis dreijährigen Berufsausbildung zu suchen, ein Drittel sucht Spezialist/innen auf Meister- oder (Fach-)Hochschulniveau.<br class="" /><br class="" />Im Rahmen der Untersuchung wurden Unternehmen auch gefragt, wie sie mit den großen Megatrends Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Personalarbeit/Fachkräfte, Work-Life-Balance und Mitarbeitendenqualifizierung umgehen. Auffällig ist, dass die Digitalisierung einen hohen Stellenwert hat: Über die Hälfte der Unternehmen haben eine formelle oder informelle Strategie umgesetzt. <span class="">Anders sieht es im Bereich Work-Life-Balance aus: Jeder zweite Mittelständler gibt an, keine Strategie dafür zu planen.</span></p>
<h3>Wer den Fachkräftemangel meistern will, muss alle Ressourcen nutzen</h3>
<p>Angesichts der Tatsache, dass der Fachkräftemangel ein dringendes Thema in den mittelständischen Unternehmen ist, überrascht es mich, dass Work-Life-Balance eine so untergeordnete Rolle spielt. <span class="">Darin könnte nämlich der Schlüssel liegen, ungenutzte Potenziale zu nutzen: </span>Menschen, die Sorgearbeit leisten, sowie ältere Beschäftige suchen oft nach Arbeitsmodellen, die flexibler als das klassische Vollzeitmodell sind.<br class="" /><br class="" />Ältere Fachkräfte werden oft übersehen, obwohl sie über jahrzehntelange Erfahrung verfügen. Eine Studie aus 2021 zeigt, <a class="" href="https://ihoelt.lt.acemlna.com/Prod/link-tracker?redirectUrl=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZ3d3cucHJlc3NlcG9ydGFsLmRlJTJGcG0lMkY2MTY5OCUyRjUwNDk5NTc=&amp;sig=HKwwABiqz2b1AxAXWNzK1kV2acq7Zo8uu84rsRJuDQLS&amp;iat=1651723511&amp;a=%7C%7C25633980%7C%7C&amp;account=ihoelt%2Eactivehosted%2Ecom&amp;email=W%2BDcrJDWhl05M%2F7SIkhCB790XJ89KlxNymU%2BHz%2FfKvY%3D&amp;s=22a287115a4ebfc6534b4d0ab49ad4f9&amp;i=945A1172A1A12374" target="_blank" rel="noopener" data-ac-default-color="1"><span class="">dass viele von ihnen arbeiten möchten,</span></a> jedoch aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen kürzer treten möchten. Auch Mütter und Menschen, die Angehörige pflegen, suchen häufiger nach flexiblen Beschäftigungsmöglichkeiten. Diese Gruppen haben allesamt schlechtere Karten auf dem Arbeitsmarkt, obwohl sie einen klaren Mehrwert für Arbeitgebende liefern können.<br class="" /><br class="" />Es scheint, als müssten sowohl Unternehmen als auch die Gesetzgebung an diesem Thema arbeiten. <span class="">Ein Mentalitätswechsel ist notwendig,</span> dass Work-Life-Balance und Zeitautonomie sehr viel mehr als moderne &#8222;Luxusthemen&#8220; sind – <span class="">sie sind eine Notwendigkeit für Millionen von Menschen. </span>Wer qualifizierte Fachkräfte sucht, muss sich von dem Vollzeitideal lösen und bestehende Potenziale nutzen.</p>
<h3>Das alte Ideal der Vollzeitstelle endlich loslassen</h3>
<p>An dieser Stelle würde es sich lohnen, wenn die Gesetzgebung die Debatte für realistische Alternativen öffnet. <span class="">Ist es noch zeitgemäß, dass Vollzeitarbeit zwischen 37,5 und 40 Wochenstunden haben muss?</span> Gibt es Möglichkeiten, wie das Arbeitszeitgesetz modernisiert werden kann, um sowohl Flexibilität als auch Arbeitsschutz zu geben?<br class="" /><br class="" />Es handelt sich dabei um schwierige Debatten, da der deutsche Arbeitsmarkt sehr heterogen ist und verschiedene Berufsgruppen individuelle Bedürfnisse haben. <span class="">Doch es gibt keine Zeit mehr zu verlieren</span> – der demografische Wandel wird den Fachkräftemangel in diesem Jahrzehnt zunehmend verstärken. Um mit dieser Tatsache angemessen umzugehen, kann es wohl nötig sein, das alte Ideal von der Vollzeitstelle loszulassen.</p>
<div id="attachment_6221" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6221" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2021/03/Alice-Greschkow-Bild-Promo_300x300-150x150.jpg" alt="Alice Greschkow (Bild: Promo)" width="150" height="150" /><p id="caption-attachment-6221" class="wp-caption-text">Alice Greschkow (Bild: Promo)</p></div>
<p><em><strong>Alice Greschkow</strong> ist Politikwissenschaftlerin mit Leidenschaft für New Work. Sie lebt und arbeitet seit 2015 in Berlin und verbindet beruflich politische und wirtschaftliche Themen.</em></p>
<p><img decoding="async" style="margin-top: 30px;" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg" alt="Banner Gastartikel Gastbeitrag Magazin" width="2000" height="800" /></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wenn Du einen Gastbeitrag verfassen möchtest,</strong><strong>dann sende Deine Idee einfach an Inga: <a href="mailto:inga@accelerate-academy.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">inga@accelerate-academy.de</a></strong></p>
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		<title>Eine Landkarte für lebenslanges Lernen für Führungskräfte</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2022 12:56:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der lernOS Leadership Lernpfad ist ein Angebot, um die eigene Führungsarbeit zu entwickeln. Entstanden ist er über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr selbstorganisiert in einer Gruppe Gleichgesinnter. Sara Parr ist eine von ihnen und hier gibt sie Einblick in den Prozess.   Selbstgesteuert und selbstbestimmt, sinnhaft und wirksam, kollaborativ und im Austausch mit anderen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der lernOS Leadership Lernpfad ist ein Angebot, um die eigene Führungsarbeit zu entwickeln. Entstanden ist er über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr selbstorganisiert in einer Gruppe Gleichgesinnter. Sara Parr ist eine von ihnen und hier gibt sie Einblick in den Prozess.  </strong></p>
<p><span id="more-8816"></span></p>
<p>Selbstgesteuert und selbstbestimmt, sinnhaft und wirksam, kollaborativ und im Austausch mit anderen &#8211; wenn kontinuierliche Veränderung zum Normalfall wird, müssen auch wir Menschen uns immer schneller weiterentwickeln und ständig Neues lernen. Über 90 Teilnehmer/innen beim Kick-off, 18 Pilot-Circle, Alleinreisende und einige Tandems – nach über einem Jahr sind wir Ende Januar in die Pilotphase von unserem lernOS Leadership Lernpfad eingestiegen.</p>
<p>Doch zuerst: Was ist lernOS? lernOS ist ein offenes System, um lebenslanges Lernen zu verankern und zu kultivieren. Das Open-Source- und Community-Projekt ist frei verfügbar und gibt einen Handlungsrahmen, um sich kontinuierlich unter anderem im Rahmen von Peer-Groups zu entwickeln. Prinzipien aus dem New Learning-Ansatz wie Selbstbestimmung, Autonomie, Wirksamkeit, Selbstorganisation und das Lernen im Austausch mit anderen finden sich in den verschiedenen lernOS Lernpfaden wieder.</p>
<h3>Was es braucht: Eine Initialzündung</h3>
<p>Als offenes Open-Source System gibt es bei lernOS keine zentrale Instanz, die alle Lernpfade zu den verschiedenen Themen entwickelt und dann bereitstellt. Stattdessen werden die einzelnen Lernpfade von der Community entwickelt &#8211; denn was es nicht gibt, muss man bekanntlich selbst erschaffen.</p>
<p>Und so kam es, dass wir &#8211; 7 Autor/innen &#8211; uns Ende 2020 auf einem Barcamp der Corporate Learning Community durch Zufall trafen. Es entstand die Idee, einen eigenen Lernpfad zum Thema Leadership zu entwickeln. Gesagt, getan fanden wir uns zu einem ersten Kick-off zusammen. Ob Kommunikator/in, Organisationsentwickler/in, Personalentwickler/in oder Berater/in – wir waren eine bunt gemischte Gruppe aus dem Beratungs- oder Unternehmensumfeld. Doch bei aller Unterschiedlichkeit vereinte uns eins: Das gemeinsame Ziel, einen Lernpfad für laterale oder disziplinarische Führungskräfte zu entwickeln und auch Menschen, die erst noch in Führung gehen wollen, anzusprechen.</p>
<h3>Vision als (Über-)Lebenselixier</h3>
<p>Die ersten Treffen nutzten wir zunächst, um eine starke Vision für die gemeinsame Arbeit zu entwickeln. Dieses WHY setzte Energie frei, brachte Aufbruchstimmung und gab die notwendige Orientierung, um sich als selbstorganisiertes Team auf den Weg zu machen.</p>
<p>Für wen machen wir das? Wer ist unsere Zielgruppe? Was wollen wir mit dem Lernpfad erreichen? Was soll das Anwendungsgebiet sein? Die gemeinsame Vision zu erarbeiten, war harte und intensive Arbeit – aber zentral für den weiteren Prozess und für den Zusammenhalt im Team. Dieses Ja für dasselbe Ziel brachte vor uns allem immer dann Verbundenheit, Zusammenhalt und Durchhaltevermögen, wenn es mal nicht so optimal nach Plan lief. Und ja, auch das kam bei über einem Jahr Zusammenarbeit an etlichen Abenden oder Wochenenden auch mal vor. Es war nicht alles einfach. Denn ohne Führungskraft, im Ehrenamt und ohne Auftrag oder Entlohnung, bedarf es einer hohen Selbstführungskompetenz und einer intrinsischen Motivation, um trotz aller Hürden am Ball zu bleiben und ans Ziel zu kommen.</p>
<h3>Der Weg wurde gemeinsam gestaltet</h3>
<p>Ob Ablagesysteme, Routinen oder die Art der Zusammenarbeit – wir schufen uns eigene Strukturen und Regeln und verhandelten unsere Art der Kommunikation immer wieder aufs Neue. Nicht immer einfach, denn jede/r tickt anders. Und manchmal kam auch einfach das Leben dazwischen und man konnte doch nicht, wie ursprünglich geplant, so viel Zeit in die übernommene Aufgabe investieren. So ergaben sich unterschiedliche Ansprüche an die Arbeit und auch das zeitliche Investment.</p>
<p>Wir übten uns alle sehr schnell im Loslassen und Vertrauen. Jeder von uns war verantwortlich für den Erfolg der übernommenen Aufgabe. Und damit auch für den Erfolg des Teams und des Ergebnisses. Mehr Eigenverantwortlichkeit erforderte aber auch mehr Selbstdisziplin, denn es gab keine Instanz, die im Zweifel nachhakte oder uns an die Aufgabe erinnerte.</p>
<p>Aber es gab uns. Und das half sehr. Denn während der eine gerade im Sabbatical war, hatte die andere vielleicht gerade sehr viel Zeit, sich mit unserem Projekt zu beschäftigen. Und während die andere gerade im Umzug steckte, hatte wieder eine andere gerade Zeit zwischen zwei Jobs und konnte sich intensiver in das Projekt einbringen. So kam es, dass immer mal jemand anderes den Prozess für ein paar Wochen vorantrieb und im wahrsten Sinne des Wortes die Führung übernahm.</p>
<h3>Es entstand mehr daraus als der lernOS Leadership-Guide</h3>
<p>Wenn ein Team von sieben Menschen über ein ganzes Jahr zusammen an einem Thema arbeitet, dann entsteht weitaus mehr als nur ein 80-seitiges Endprodukt, dass sich lernOS Leadership Pfad nennt. Es entsteht Zusammenhalt, eine vertrauensvolle Atmosphäre und vor allem lernt man sehr viel über sich selbst und das Arbeiten in selbstorganisierten Teams. Auch ich selbst musste mich immer wieder darin üben, in den Prozess zu vertrauen und auch anzuerkennen, dass ein Thema, das mir wichtig erscheint, für die Gruppe eine nicht so große Bedeutung hat. Ein Spannungsverhältnis, dass auch jede/r in der Gruppe für sich aushalten musste.</p>
<p>Wir haben darüber hinaus gelernt, dass Entscheidungen manchmal länger dauern, aber wenn sie nach einem gewissen Aushandlungsprozess getroffen werden, auch von allen mitgetragen werden. Auch lernten wir, dass das Zusammenarbeiten in diversen und heterogenen Gruppen wirklich anstrengend ist und eine hohe Kommunikationskompetenz erfordert. Und gleichzeitig zu so viel besseren Ergebnissen führt, weil man immer wieder in Aushandlungen zwischen verschiedenen Perspektiven einsteigt. Letztlich sortierte sich die Gruppe von selbst. Und auch hier zeigte sich: Die die da sind, sind die Richtigen.</p>
<h3>Der lernOS Leadership Lernpfad als Ergebnis</h3>
<p>Und nach all der beschriebenen Arbeit entstand er letztendlich: Der lernOS Leadership Lernpfad. Ausgerichtet auf 13 Wochen startet der Pfad mit der Woche 0, um sich in einem ersten Zusammenkommen auf die nächsten Wochen vorzubereiten. Je nachdem, ob man den Lernpfad alleine, im Tandem oder als Circle in einer Gruppe von bis zu fünf Personen durchläuft, kann man die Woche 0 zur gemeinsamen Abstimmung von Kommunikations- und Dokumentationsplattformen nutzen. Natürlich gibt es zu den Lerninhalten wöchentliche Übungen (sogenannte Katas), die man pro Woche durchlaufen sollte. Für das Absolvieren des Lernpfads ist mit einem Zeitaufwand von etwa zwei Stunden pro Woche zu rechnen: Eine Stunde zur Vorbereitung und eine Stunde für den Austausch im Circle.</p>
<h3>13 Wochen Pilot-Reise liegen hinter uns</h3>
<p>Im Januar gestartet, liegen nun 13 Wochen mit Info-Session, Kick-off, Bergfest, Retro und einem Abschluss-Event hinter uns. Aus unserer ursprünglichen Planung von zunächst fünf oder sechs Pilot-Gruppen wurde nichts &#8211; stattdessen erreichten wir über 90 Teilnehmende, die sich für unseren Lernpfad interessierten.</p>
<p>Vor allem das umfangreiche Feedback belohnte uns für die Arbeit der letzten anderthalb Jahre. Es wurde von Freude, Wärme, Durchhalten, Inspiration, Impulsen, Commitment und Selbstreflexion gesprochen. Aber auch von Überforderung, viel Content, zu wenig Zeit für all die angebotenen Inhalte und einem hohen Zeitaufwand für die Bearbeitung der Katas.</p>
<p>Das stimmt uns zum einen froh und zum anderen zeigt es uns, dass es noch den nötigen Feinschliff bedarf, um den Lernpfad wirklich in die Freiheit und die Community entlassen zu können. Alles in allem gibt es uns aber vor allem die Energie, nun auch noch die letzte Etappe auf dem Weg zum lernOS Leadership Lernpfad zu meistern. Denn jetzt heißt es Feedback sichten, priorisieren und in die bestehende Version einarbeiten. Auch hier wird es wieder sehr mühsam und kleinteilig &#8211; aber auch diese letzte Etappe werden wir noch als Team gemeinsam meistern.</p>
<p>Eins ist in jedem Fall klar: Unser Rucksack ist nach dieser lernOS-Leadership-Reise gepackt mit ganz vielen Erfahrungen, Erinnerungen, Kontakten und Erkenntnissen zu New Learning, lernOS, selbstorganisierten Teams und auch Leadership. Kudos gehen raus an diese inspirierende Crew mit der ich die letzten anderthalb Jahre so intensiv an diesem Projekt arbeiten durfte. Schon bald wird es heißen: Loslassen und den Lernpfad an die Community übergeben.</p>
<p>Viel Spaß beim Reisen und Lernen!</p>
<div id="attachment_8826" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8826" class="size-thumbnail wp-image-8826" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2022/05/Sara-Parr-Bild-Promo-150x150.jpg" alt="Sara Parr (Bild: Promo)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2022/05/Sara-Parr-Bild-Promo-150x150.jpg 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2022/05/Sara-Parr-Bild-Promo.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-8826" class="wp-caption-text">Sara Parr (Bild: Promo)</p></div>
<p><em><strong>Sara Parr</strong>: Menschen kennenlernen, Netzwerke aufbauen, Neues lernen, sich weiterentwickeln – das macht Sara Parr aus. Als Referentin für Interne und Change Kommunikation und Projektleiterin des bankweiten Kulturwandels bei der dwpbank hilft sie Vorstand, Führungskräften und Mitarbeitern, wirksam miteinander zu kommunizieren und die Arbeitswelt der Zukunft zu gestalten. Dabei legt sie einen besonderen Fokus auf digitale und partizipative Kommunikations- und Dialog-Formate, um echte Beziehungen sowie aktive Netzwerke aufzubauen. Sie versteht sich selbst als interne Beraterin, Mentorin und Enablerin und begleitet Menschen in die digitale Zukunft der Arbeitswelt. Einer ihrer Lieblingssprüche ist von Mahatma Gandhi: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst“.</em></p>
<p><em> </em></p>
<div class="mceTemp"></div>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-2881" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg" alt="Banner Gastartikel Gastbeitrag Magazin" width="2000" height="800" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg 2000w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-1280x512.jpg 1280w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-980x392.jpg 980w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-480x192.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2000px, 100vw" /></p>
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