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	<title>Verantwortung | Accelerate Academy</title>
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	<title>Verantwortung | Accelerate Academy</title>
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		<title>&#8222;Ich kann nicht mehr&#8220; – Wenn der Körper die Reißleine zieht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2025 06:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Change]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Berufstätige – besonders Führungskräfte – ignorieren die Warnsignale ihres Körpers: Viele berichten von Schlafproblemen, Erschöpfung, innerer Unruhe. Warum wir diese Signale oft überhören, was das mit unserer Arbeitskultur zu tun hat – und was wir tun können, erzählt Health Coach Laura Schneider. Zu Dir kommen Menschen, deren Körper nicht mehr so kann, wie er [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p1"><strong>Viele Berufstätige – besonders Führungskräfte – ignorieren die Warnsignale ihres Körpers: Viele berichten von Schlafproblemen, Erschöpfung, innerer Unruhe. Warum wir diese Signale oft überhören, was das mit unserer Arbeitskultur zu tun hat – und was wir tun können, erzählt Health Coach Laura Schneider.</strong></p>
<p><span id="more-11341"></span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Zu Dir kommen Menschen, deren Körper nicht mehr so kann, wie er soll – besonders dann, wenn sie beruflich sehr eingebunden sind. Was sind denn diese Signale, auf die Arbeitende achten sollten?</strong><br />
</span><span class="s1">Unser Körper schickt klare Warnsignale, aber oft bemerken wir sie erst, wenn es richtig weh tut. Oft heißt es &#8222;Ich bin morgens schon müde, obwohl ich geschlafen habe.&#8220; Oder: &#8222;Ich sitze nur am Laptop – und trotzdem fühlt sich mein ganzer Körper an, als hätte ich einen Marathon hinter mir.&#8220;</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Auch das Thema Ernährung kommt oft: Sie wird zur Nebensache – gegessen wird, wenn überhaupt, zwischendurch und unter Zeitdruck. Die Wahl fällt dann häufig auf etwas Schnelles, oft nicht besonders nährstoffreich. Und abends ist man dann so platt, dass der Gedanke an Kochen oder Bewegung schon zu viel ist. Das Training wird verschoben, die Sportschuhe bleiben im Flur stehen. Statt echter Pause gibt’s dann Netflix, Handy, Chips – einfach nur noch runterkommen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Aber das ist keine Erholung. Viele fühlen sich selbst am Wochenende nicht wirklich regeneriert. Der Kopf läuft weiter, der Körper kommt nie richtig zur Ruhe. Und dann kommen die Symptome: Verspannungen, Schlafprobleme, Gereiztheit, Magenbeschwerden – oder einfach dieses dumpfe Gefühl von &#8222;Ich kann nicht mehr.&#8220;</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Sind das Einzelfälle?<br />
</strong></span><span class="s1">Diese körperlichen Warnsignale nehmen spürbar zu. Studien zeigen, dass inzwischen mehr als 75 Prozent der Berufstätigen regelmäßig über Erschöpfung klagen. Gleichzeitig steigen die Ausfalltage durch psychische Belastungen seit Jahren kontinuierlich an – zuletzt auf über 120 Millionen Fehltage pro Jahr allein in Deutschland. Die Gründe liegen oft in einer Kombination aus chronischem Stress, mentaler Überlastung, Schlafmangel und einer Entfremdung vom eigenen Körper. Viele Menschen funktionieren nur noch – statt sich wirklich leistungsfähig, klar und wohl fühlen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Und warum ist das so?<br />
</strong></span><span class="s1">Die Erwartungen im Job sind schon lange gestiegen, viele Betriebe fordern mehr Flexibilität, mehr Leistung – aber die Pausen, die Entlastung, das Menschliche bleiben oft auf der Strecke. Durch Corona wurde es noch mehr verstärkt: Plötzlich war alles gleichzeitig – Home-Office, Kinderbetreuung, Sorgen um Gesundheit und Job. Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben sind verschwommen, echte Pausen gab es kaum noch. Viele haben in dieser Zeit einfach nur funktioniert und sind danach nie wieder richtig aus diesem Modus herausgekommen. Heute erleben wir eine Daueranspannung: hohe Erwartungen, wenig Erholung, ständig &#8222;on sein&#8220; – beruflich und privat.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Gibt es Menschengruppen, die davon häufiger betroffen sind? Mit wem arbeitest Du?<br />
</strong></span><span class="s1">Meist sind es weibliche Führungskräfte oder Frauen in leitenden Positionen, mit denen ich arbeite, aber auch Menschen mit einem allgemein hohen Leistungspensum – privat als auch beruflich. Neben den häufigsten Symptomen wie dauerhafte Müdigkeit oder Erschöpfung bringen sie auch – und das wird meiner Meinung nach viel zu wenig thematisiert und ernst genommen! – Verzweiflung mit, weil kein Arzt ihnen mehr weiterhelfen will. Es heißt in der Regel &#8222;körperlich sei alles in Ordnung&#8220; und auch die Blutwerte seien &#8222;im Referenzbereich&#8220;. Die Betroffenen werden also mit ihren gesundheitlichen Herausforderungen alleingelassen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Wie lange zieht sich das schon durch ihr (Arbeits-) Leben?<br />
</strong></span><span class="s1">Das ist unterschiedlich. Manche steuern recht schnell gegen, weil sie die Notwendigkeit rechtzeitig erkennen, andere gehen bis zur vollen Erschöpfung oder alarmierenden Blutwerten, bis sie sich Hilfe suchen. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Warum fällt es uns denn so schwer, auf unseren Körper und seine Signale zu hören?<br />
</strong></span><span class="s1">Viele haben den Zugang zu ihrem Körper schlicht verlernt – besonders Menschen mit hoher Verantwortung. Führungskräfte sind es gewohnt, zu funktionieren, Ziele zu erreichen und stark zu sein – auch dann, wenn der Körper längst Alarm schlägt. Signale wie ständige Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder häufige Infekte werden ignoriert oder kleingeredet. Dahinter steckt oft der Gedanke: &#8222;Ich kann mir das gerade nicht leisten.&#8220; Denn: Verantwortung, Termine, Erwartungsdruck – all das lässt oft keinen Raum für Pause oder Fürsorge.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">In der Folge verschieben viele die Grenze, was noch &#8222;normal&#8220; ist – bis der Körper sie irgendwann zwingt, hinzuhören. Die Crux: Viele Führungskräfte leiden selbst unter diesen Symptomen, sollen aber gleichzeitig Vorbild für ihr Team sein…</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>Liegt das an den Menschen oder an den Unternehmen?<br />
</strong></span><span class="s1">Die Verantwortung liegt bei beiden Seiten: Menschen und Unternehmen. Viele Führungskräfte sind leistungsorientiert, diszipliniert – aber oft zu hart zu sich selbst. Erschöpfung wird ignoriert, Pausen vernachlässigt. Gleichzeitig herrscht in vielen Unternehmen eine Kultur, in der Überlastung normal ist. Gesundheit kommt erst aufs Radar, wenn der Körper streikt. </span></p>
<p class="p1"><span class="s1"><strong>&#8230; also sprechen wir eigentlich nicht über Gesundheit, sondern nur über Krankheit?<br />
</strong></span><span class="s1">Ja. Dabei braucht es frühzeitige Prävention und das Schaffen eines Gesundheitsbewusstsein. Führungskräfte haben hier eine Schlüsselrolle: Wer selbst gut für sich sorgt, lebt vor, dass Gesundheit die Grundlage für Leistung ist – nicht ihr Gegenspieler.</span></p>
<p><span class="s1"><strong>Erzähle mir von Deiner Arbeit: Wie gehst Du das Thema an?<br />
</strong></span><span class="s1">Mein Ansatz ist ganzheitlich und basiert auf den konkreten Symptomen und der persönlichen Lebensrealität der jeweiligen Person. Ein zentrales Element dabei sind umfassende Blutanalysen. Sie zeigen sehr genau, wie es um den körperlichen und mentalen Gesundheitszustand steht – lange bevor es zu echten Ausfällen kommt. Auf dieser Grundlage entwickle ich einen maßgeschneiderten Gesundheitsplan: mit gezielten Empfehlungen zu Ernährung, Mikronährstoffversorgung, Schlaf, Bewegung und Stressregulation.</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Die Tools, die ich vermittle, lassen sich in den Alltag integrieren – gerade auch in den von Führungskräften mit hohem Anspruch und engem Zeitkorsett. Es geht nicht um &#8222;noch etwas Zusätzliches&#8220;, sondern darum, Gesundheit wieder als entlastenden und stärkenden Teil des Lebens zu begreifen. Mein Ziel ist, dass die Menschen in ihre Selbstverantwortung kommen, ihre Körpersignale ernst nehmen und damit nicht nur leistungsfähiger werden, sondern sich vor allem grundsätzlich eine hohe Lebensqualität zu bewahren.</span></p>
<p><span class="s1"><strong>Und was ist dann das Ergebnis Deiner Arbeit? Ist der Zustand umkehrbar?<br />
</strong></span><span class="s1">Das Ergebnis meiner Arbeit ist immer individuell, aber häufig fühlen sich meine Klientinnen wieder voller Energie und leistungsfähig – sowohl beruflich als auch privat: Beruflich steigern sie ihre Produktivität und Konzentration und privat haben sie wieder mehr Energie für ihre Familie und Freizeit. Statt abends nur noch erschöpft auf der Couch zu sitzen, können sie sich z.B. wieder sportlich betätigen und sich mit Freunden treffen.<br />
</span></p>
<p class="p1"><span class="s1">Ein konkretes Beispiel: Eine Klientin, die jahrelang unter Schlafproblemen und einem unausgeglichenen Hormonhaushalt litt, konnte durch gezielte Anpassungen in ihrer Ernährung und Lebensweise ihren Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen. Sie schlief endlich wieder durch, fühlte sich erfrischt und war tagsüber viel energiegeladener. Auch das Gefühl der ständigen Müdigkeit, das sie vorher begleitete, verschwand nach und nach.</span></p>
<div id="attachment_11345" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-11345" class="wp-image-11345 size-thumbnail" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2025/05/Laura-Schneider-Bild-Lisa-Noell-150x150.jpg" alt="Laura Schneider (Bild Lisa Nöll)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2025/05/Laura-Schneider-Bild-Lisa-Noell-150x150.jpg 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2025/05/Laura-Schneider-Bild-Lisa-Noell.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-11345" class="wp-caption-text">Laura Schneider (Bild: Lisa Nöll)</p></div>
<p><em><span class="s1"><strong>Laura Schneider </strong>ist Health Coach und </span><span class="s1">die Gründerin von “Bodyhormonie Coaching” (<a href="https://bodyhormonie-coaching.de/" target="_blank" rel="noopener">Health Coaching: Energie tanken &amp; körperliche Ziele erreichen</a>) und Co-Founder von “The better work institute&#8220;. Ihr Fokus liegt auf ganzheitlicher und präventiver Gesundheit, mental und körperlich. Neben 1:1-Coachings gibt sie auch Seminare, Vorträge und Workshops, um so viele Menschen wie möglich in die Eigenverantwortung für ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu bekommen. </span></em></p>
<p>Das Interview führte Inga Höltmann.</p>
<p><em> </em></p>
<div class="mceTemp"></div>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-2881" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg" alt="Banner Gastartikel Gastbeitrag Magazin" width="2000" height="800" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg 2000w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-1280x512.jpg 1280w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-980x392.jpg 980w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-480x192.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2000px, 100vw" /></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wenn Du einen Gastbeitrag verfassen möchtest,<br />
</strong><strong>dann sende Deine Idee einfach an Inga: <a href="mailto:inga@accelerate-academy.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">inga@accelerate-academy.de</a></strong></p>
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		<title>Community Session vom 18. April 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tamara Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Apr 2023 07:47:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Community Session]]></category>
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		<category><![CDATA[Digital Leadership]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
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					<description><![CDATA[Community-Session vom 18. April 2023Die Community-Sessions sind unsere Plattform, um miteinander in den Austausch zu kommen, uns besser kennenzulernen und voneinander &#38; miteinander zu lernen und zu wachsen - über die Learning Circles hinaus. Sie sollen unser Raum sein, um eigene Themen einzubringen, Fragen zu klären, Probleme zu lösen oder um Impulse aus den anderen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="thrv_wrapper thrv_text_element"><h2 class="" style="color: var(--tcb-color-0)  !important; --tcb-applied-color:var$(--tcb-color-0)  !important;">Community-Session vom 18. April 2023</h2></div><div class="thrv_wrapper thrv_text_element" data-css="tve-u-1791247823b" style=""><p>Die Community-Sessions sind unsere Plattform, um miteinander in den Austausch zu kommen, uns besser kennenzulernen und voneinander &amp; miteinander zu lernen und zu wachsen - über die Learning Circles hinaus. Sie sollen unser Raum sein, um eigene Themen einzubringen, Fragen zu klären, Probleme zu lösen oder um Impulse aus den anderen Formaten aufzugreifen.</p><p>Themen dieser Session:</p><p>1. Botschafter/innen: Sie sollen die Ideen und Ansätze in die Organisation tragen und die Kolleg/innen unterstützen. Was müssen die Menschen wissen? Wie bringen wir ihnen das bei?</p><p>2. Eigenorganisation: Wie gelingt es uns, uns nicht vom Daily Business auffressen zu lassen, sondern Zeit für "Zukunftsarbeit" und strategische Zukunftsgestaltung zu finden?</p><p>Zum Dokument mit unseren Notizen: <a href="https://docs.google.com/document/d/1nrx-3_1IMj6SWuDva_XaJjGHb9QzIbKks9pZ7UnED7U/edit?usp=sharing" target="_blank" class="" style="outline: none;">https://docs.google.com/document/d/1nrx-3_1IMj6SWuDva_XaJjGHb9QzIbKks9pZ7UnED7U/edit?usp=sharing</a></p></div><div class="thrv_wrapper thrv_custom_html_shortcode" data-css="tve-u-17927000a8d" style=""><div style="padding:0% 0 0 0;position:relative;"><div class="fluid-width-video-wrapper" style="padding-top: 56.2488%;"></div></div><code class="tve_js_placeholder"><script src="https://player.vimeo.com/api/player.js"></script></code><div class="tve_iframe_cover"></div></div><div class="tcb_flag" style="display: none"></div>
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		<title>Ukraine: Soziale Verantwortung durch Unternehmertum zeigen</title>
		<link>https://www.accelerate-academy.de/ukraine-soziale-verantwortung-durch-unternehmertum-zeigen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2022 13:16:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
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		<category><![CDATA[Digital Leadership]]></category>
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					<description><![CDATA[Rasend schnell hat die Politik den Weg freigemacht dafür, dass die Geflohenen aus der Ukraine in Deutschland arbeiten dürfen. Doch dass sie auch arbeiten können – da liegt die Verantwortung bei den Unternehmen. Zwar gibt es schon erste Erfolgsgeschichten zu vermelden, doch die sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass viel Arbeit vor den Unternehmen liegt: Zum Beispiel der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rasend schnell hat die Politik den Weg freigemacht dafür, dass die Geflohenen aus der Ukraine in Deutschland arbeiten dürfen. Doch dass sie auch arbeiten <span class="">können</span> – da liegt die Verantwortung bei den Unternehmen. Zwar gibt es schon erste Erfolgsgeschichten zu vermelden, doch die sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass viel Arbeit vor den Unternehmen liegt: Zum Beispiel der Abschied von der heiligen Kuh Vollzeit.</strong><br />
<span id="more-8723"></span></p>
<p>Die Wucht des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sitzt vielen Menschen aktuell in den Knochen. Die Bilder von zerstörten Wohngebieten, flüchtenden Familien in gedrängten Zügen, Folter und Tod brennen sich täglich in das Bewusstsein von Menschen weltweit ein. Sie bilden nur Bruchteile der realen Erfahrungen der ukrainischen Bevölkerung ab – das ist vielen klar. Die politische und humanitäre Krise hat zu einer großen Welle der Solidarität geführt.<br class="" /><br class="" />Privatpersonen wie Unternehmen spenden Gelder, sie bekunden öffentlich ihre Solidarität mit der Zivilbevölkerung. Und: In einer nie dagewesenen Geschwindigkeit haben die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten Möglichkeiten geschaffen, um Arbeit für Geflüchtete zu ermöglichen. Doch Unternehmen müssen mehr tun, als ihr Logo an die Farben der ukrainischen Flagge anzupassen, wenn sie Verantwortung übernehmen müssen – <span class="">sie müssen gute und passende Arbeitsangebote schaffen.</span></p>
<h3>Die Politik ebnet den Weg für einen schnellen Zugang zu Arbeit</h3>
<p class="p1">Millionen von Menschen sind vor der Zerstörung auf der Flucht. Allein nach Polen sind schon jetzt 2,5 Millionen Ukrainer/innen geflohen. In Deutschland sind mittlerweile über 300.000 Personen registriert – die Dunkelziffer dürfte höher liegen. Viele von ihnen wollen in ihre Heimat zurückkehren – doch wann das möglich sein wird, bleibt unklar. Um ihnen zu ermöglichen, sich rasch eine eigene Existenz und Unabhängigkeit aufzubauen, wurde rasend schnell an den politischen Stellschrauben gedreht.<br class="" /><br class="" />Die EU hat die sogenannte &#8222;Massenzustromrichtlinie&#8220; aktiviert, die es Menschen aus der Ukraine ermöglichen soll, bis zu drei Jahre lang in der EU einen unbürokratischen Zugang zu Arbeit zu haben. Deutschlands Arbeitsminister Hubertus Heil kündigte Hilfen an, die Menschen den Berufseinstieg hierzulande erleichtern sollen – dazu gehören beispielsweise Sprachkurse und besondere Beratungsangebote. Auch die Länder und Kommunen bemühen sich, unkomplizierte Wege zu schaffen, um Geflüchteten Erwerbsmöglichkeiten zu geben.</p>
<h3>Große Solidarität auch bei Unternehmen</h3>
<p>Doch nicht nur die politischen Entscheidungsträger zeigen Hilfsbereitschaft. Stefan Kampeter, Präsident des Arbeitgeberverbands BDA, sieht auch große Solidarität bei Unternehmen und <a class="" href="https://ihoelt.lt.acemlna.com/Prod/link-tracker?redirectUrl=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZ3d3cudGFnZXNzcGllZ2VsLmRlJTJGd2lydHNjaGFmdCUyRmFyYmVpdGVuLWluLWRldXRzY2hsYW5kLWhlcnpsaWNoLXdpbGxrb21tZW4lMkYyODE3NTAwOC5odG1s&amp;sig=HYEcRbgrj1XfVxiYsP19AMznAvHGdszdRnTHRYznfUad&amp;iat=1649307894&amp;a=%7C%7C25633980%7C%7C&amp;account=ihoelt%2Eactivehosted%2Ecom&amp;email=W%2BDcrJDWhl05M%2F7SIkhCB790XJ89KlxNymU%2BHz%2FfKvY%3D&amp;s=22a287115a4ebfc6534b4d0ab49ad4f9&amp;i=937A1158A1A11866" target="_blank" rel="noopener" data-ac-default-color="1">verweist auf erste erfolgreiche Arbeitsvermittlungen.</a><br class="" /><br class="" />Tatsächlich gibt es mittlerweile Jobplattformen, die speziell auf Menschen aus der Ukraine abzielen. Doch nicht alle Angebote sind für die Zielgruppe geeignet oder von guten Arbeitsbedingungen gekennzeichnet. Der Fleischkonzern Tönnies wurde stark dafür kritisiert, an der polnisch-ukrainischen Grenze Handzettel zu verteilen, die Hilfsarbeiten in den deutschen Werken bewarben. Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, befürchtet zudem, <a class="" href="https://ihoelt.lt.acemlna.com/Prod/link-tracker?redirectUrl=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZ3d3cubncuZGUlMkZuYWNocmljaHRlbiUyRm5hY2hyaWNodGVuJTJGMjMyMTA4NTRfTWVoci1hbHMtNTAuMDAwLVVrcmFpbmUtRmx1ZWNodGxpbmdlLWluLURldXRzY2hsYW5kLmh0bWw=&amp;sig=Ahzgh2fAuqWV1ThKWunhxPHUjA4Rz8LajFoKgw1Khqs8&amp;iat=1649307894&amp;a=%7C%7C25633980%7C%7C&amp;account=ihoelt%2Eactivehosted%2Ecom&amp;email=W%2BDcrJDWhl05M%2F7SIkhCB790XJ89KlxNymU%2BHz%2FfKvY%3D&amp;s=22a287115a4ebfc6534b4d0ab49ad4f9&amp;i=937A1158A1A11868" target="_blank" rel="noopener" data-ac-default-color="1">dass viele ukrainische Geflüchtete in prekären Jobs landen.</a> <span class="">Da viele ukrainische Geflüchtete den deutschen Arbeitsschutz und ihre Rechte nicht kennen, können sie leicht Opfer von Dumping-Löhnen und illegalen Arbeitsregelungen werden,</span> bei denen beispielsweise die maximale Arbeitszeit missachtet wird.</p>
<h3>Viele Geflohene sind weiblich und können wenig mit Vollzeit anfangen</h3>
<p>Doch nicht nur in prekären Bereichen besteht das Risiko, Jobs anzubieten, die letztendlich nicht praktisch zugänglich sind. <span class="">Angesichts der Tatsache, dass mehrheitlich Frauen mit Kindern geflohen sind, wäre es vermessen, an starren Vollzeitkonzepten festzuhalten.</span> Zwar mögen viele Geflüchtete qualifiziert sein, doch sie haben in Deutschland oft nicht mehr als einen Koffer und müssen Kinderbetreuung, Behördengänge und Bürokratie allein stemmen. Diese Realität ist nicht kaum mit Vollzeitpositionen vereinbar.<br class="" /><br class="" /><span class="">Unternehmen, die sozialverantwortlich denken und ukrainischen Geflüchteten helfen möchten, müssen sowohl zeitlich und räumlich flexible Arbeitsmodelle anbieten als auch fair vergütete Jobs unterhalb der Vollzeitnorm anbieten. </span>Insbesondere in Regionen, in denen die Kinderbetreuungsinfrastruktur schwach ausgeprägt ist, können Unternehmen zusätzliche Unterstützungsangebote schaffen. Dabei muss es nicht sofort ein Betriebskindergarten sein – eine lokale Vernetzungsplattform für Kinderbetreuung wäre ein erster Schritt.</p>
<h3>Unternehmertum, das Hoffnung gibt</h3>
<p>Und: Es ist an der Zeit, Internationalisierung jenseits der Großkonzerne und Startup-Ökosysteme zu leben. Das heißt, dass – wo möglich – Englisch als Arbeitssprache akzeptiert werden sollte, um in international geprägten Branchen wie IT oder Marketing bessere Beschäftigungschancen zu schaffen.<br class="" /><br class="" /><span class="">Unternehmertum und Arbeit müssen nicht ausschließlich nach einer &#8222;Verwertungslogik&#8220; funktionieren – sie können der Rahmen für soziale Verantwortung, Hoffnung und Begegnung sein.</span> Arbeitgebende, die an realistischen Jobangeboten arbeiten, schaffen echte Chancen. Das wäre eine Form der Solidarität, die jenseits der Hashtags funktioniert.</p>
<div id="attachment_6221" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6221" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2021/03/Alice-Greschkow-Bild-Promo_300x300-150x150.jpg" alt="Alice Greschkow (Bild: Promo)" width="150" height="150" /><p id="caption-attachment-6221" class="wp-caption-text">Alice Greschkow (Bild: Promo)</p></div>
<p><em><strong>Alice Greschkow</strong> ist Politikwissenschaftlerin mit Leidenschaft für New Work. Sie lebt und arbeitet seit 2015 in Berlin und verbindet beruflich politische und wirtschaftliche Themen.</em></p>
<p><img decoding="async" style="margin-top: 30px;" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg" alt="Banner Gastartikel Gastbeitrag Magazin" width="2000" height="800" /></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wenn Du einen Gastbeitrag verfassen möchtest,</strong><strong>dann sende Deine Idee einfach an Inga: <a href="mailto:inga@accelerate-academy.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">inga@accelerate-academy.de</a></strong></p>
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