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	<title>New Learning | Accelerate Academy</title>
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		<title>Eine Landkarte für lebenslanges Lernen für Führungskräfte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2022 12:56:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[Der lernOS Leadership Lernpfad ist ein Angebot, um die eigene Führungsarbeit zu entwickeln. Entstanden ist er über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr selbstorganisiert in einer Gruppe Gleichgesinnter. Sara Parr ist eine von ihnen und hier gibt sie Einblick in den Prozess.   Selbstgesteuert und selbstbestimmt, sinnhaft und wirksam, kollaborativ und im Austausch mit anderen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der lernOS Leadership Lernpfad ist ein Angebot, um die eigene Führungsarbeit zu entwickeln. Entstanden ist er über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr selbstorganisiert in einer Gruppe Gleichgesinnter. Sara Parr ist eine von ihnen und hier gibt sie Einblick in den Prozess.  </strong></p>
<p><span id="more-8816"></span></p>
<p>Selbstgesteuert und selbstbestimmt, sinnhaft und wirksam, kollaborativ und im Austausch mit anderen &#8211; wenn kontinuierliche Veränderung zum Normalfall wird, müssen auch wir Menschen uns immer schneller weiterentwickeln und ständig Neues lernen. Über 90 Teilnehmer/innen beim Kick-off, 18 Pilot-Circle, Alleinreisende und einige Tandems – nach über einem Jahr sind wir Ende Januar in die Pilotphase von unserem lernOS Leadership Lernpfad eingestiegen.</p>
<p>Doch zuerst: Was ist lernOS? lernOS ist ein offenes System, um lebenslanges Lernen zu verankern und zu kultivieren. Das Open-Source- und Community-Projekt ist frei verfügbar und gibt einen Handlungsrahmen, um sich kontinuierlich unter anderem im Rahmen von Peer-Groups zu entwickeln. Prinzipien aus dem New Learning-Ansatz wie Selbstbestimmung, Autonomie, Wirksamkeit, Selbstorganisation und das Lernen im Austausch mit anderen finden sich in den verschiedenen lernOS Lernpfaden wieder.</p>
<h3>Was es braucht: Eine Initialzündung</h3>
<p>Als offenes Open-Source System gibt es bei lernOS keine zentrale Instanz, die alle Lernpfade zu den verschiedenen Themen entwickelt und dann bereitstellt. Stattdessen werden die einzelnen Lernpfade von der Community entwickelt &#8211; denn was es nicht gibt, muss man bekanntlich selbst erschaffen.</p>
<p>Und so kam es, dass wir &#8211; 7 Autor/innen &#8211; uns Ende 2020 auf einem Barcamp der Corporate Learning Community durch Zufall trafen. Es entstand die Idee, einen eigenen Lernpfad zum Thema Leadership zu entwickeln. Gesagt, getan fanden wir uns zu einem ersten Kick-off zusammen. Ob Kommunikator/in, Organisationsentwickler/in, Personalentwickler/in oder Berater/in – wir waren eine bunt gemischte Gruppe aus dem Beratungs- oder Unternehmensumfeld. Doch bei aller Unterschiedlichkeit vereinte uns eins: Das gemeinsame Ziel, einen Lernpfad für laterale oder disziplinarische Führungskräfte zu entwickeln und auch Menschen, die erst noch in Führung gehen wollen, anzusprechen.</p>
<h3>Vision als (Über-)Lebenselixier</h3>
<p>Die ersten Treffen nutzten wir zunächst, um eine starke Vision für die gemeinsame Arbeit zu entwickeln. Dieses WHY setzte Energie frei, brachte Aufbruchstimmung und gab die notwendige Orientierung, um sich als selbstorganisiertes Team auf den Weg zu machen.</p>
<p>Für wen machen wir das? Wer ist unsere Zielgruppe? Was wollen wir mit dem Lernpfad erreichen? Was soll das Anwendungsgebiet sein? Die gemeinsame Vision zu erarbeiten, war harte und intensive Arbeit – aber zentral für den weiteren Prozess und für den Zusammenhalt im Team. Dieses Ja für dasselbe Ziel brachte vor uns allem immer dann Verbundenheit, Zusammenhalt und Durchhaltevermögen, wenn es mal nicht so optimal nach Plan lief. Und ja, auch das kam bei über einem Jahr Zusammenarbeit an etlichen Abenden oder Wochenenden auch mal vor. Es war nicht alles einfach. Denn ohne Führungskraft, im Ehrenamt und ohne Auftrag oder Entlohnung, bedarf es einer hohen Selbstführungskompetenz und einer intrinsischen Motivation, um trotz aller Hürden am Ball zu bleiben und ans Ziel zu kommen.</p>
<h3>Der Weg wurde gemeinsam gestaltet</h3>
<p>Ob Ablagesysteme, Routinen oder die Art der Zusammenarbeit – wir schufen uns eigene Strukturen und Regeln und verhandelten unsere Art der Kommunikation immer wieder aufs Neue. Nicht immer einfach, denn jede/r tickt anders. Und manchmal kam auch einfach das Leben dazwischen und man konnte doch nicht, wie ursprünglich geplant, so viel Zeit in die übernommene Aufgabe investieren. So ergaben sich unterschiedliche Ansprüche an die Arbeit und auch das zeitliche Investment.</p>
<p>Wir übten uns alle sehr schnell im Loslassen und Vertrauen. Jeder von uns war verantwortlich für den Erfolg der übernommenen Aufgabe. Und damit auch für den Erfolg des Teams und des Ergebnisses. Mehr Eigenverantwortlichkeit erforderte aber auch mehr Selbstdisziplin, denn es gab keine Instanz, die im Zweifel nachhakte oder uns an die Aufgabe erinnerte.</p>
<p>Aber es gab uns. Und das half sehr. Denn während der eine gerade im Sabbatical war, hatte die andere vielleicht gerade sehr viel Zeit, sich mit unserem Projekt zu beschäftigen. Und während die andere gerade im Umzug steckte, hatte wieder eine andere gerade Zeit zwischen zwei Jobs und konnte sich intensiver in das Projekt einbringen. So kam es, dass immer mal jemand anderes den Prozess für ein paar Wochen vorantrieb und im wahrsten Sinne des Wortes die Führung übernahm.</p>
<h3>Es entstand mehr daraus als der lernOS Leadership-Guide</h3>
<p>Wenn ein Team von sieben Menschen über ein ganzes Jahr zusammen an einem Thema arbeitet, dann entsteht weitaus mehr als nur ein 80-seitiges Endprodukt, dass sich lernOS Leadership Pfad nennt. Es entsteht Zusammenhalt, eine vertrauensvolle Atmosphäre und vor allem lernt man sehr viel über sich selbst und das Arbeiten in selbstorganisierten Teams. Auch ich selbst musste mich immer wieder darin üben, in den Prozess zu vertrauen und auch anzuerkennen, dass ein Thema, das mir wichtig erscheint, für die Gruppe eine nicht so große Bedeutung hat. Ein Spannungsverhältnis, dass auch jede/r in der Gruppe für sich aushalten musste.</p>
<p>Wir haben darüber hinaus gelernt, dass Entscheidungen manchmal länger dauern, aber wenn sie nach einem gewissen Aushandlungsprozess getroffen werden, auch von allen mitgetragen werden. Auch lernten wir, dass das Zusammenarbeiten in diversen und heterogenen Gruppen wirklich anstrengend ist und eine hohe Kommunikationskompetenz erfordert. Und gleichzeitig zu so viel besseren Ergebnissen führt, weil man immer wieder in Aushandlungen zwischen verschiedenen Perspektiven einsteigt. Letztlich sortierte sich die Gruppe von selbst. Und auch hier zeigte sich: Die die da sind, sind die Richtigen.</p>
<h3>Der lernOS Leadership Lernpfad als Ergebnis</h3>
<p>Und nach all der beschriebenen Arbeit entstand er letztendlich: Der lernOS Leadership Lernpfad. Ausgerichtet auf 13 Wochen startet der Pfad mit der Woche 0, um sich in einem ersten Zusammenkommen auf die nächsten Wochen vorzubereiten. Je nachdem, ob man den Lernpfad alleine, im Tandem oder als Circle in einer Gruppe von bis zu fünf Personen durchläuft, kann man die Woche 0 zur gemeinsamen Abstimmung von Kommunikations- und Dokumentationsplattformen nutzen. Natürlich gibt es zu den Lerninhalten wöchentliche Übungen (sogenannte Katas), die man pro Woche durchlaufen sollte. Für das Absolvieren des Lernpfads ist mit einem Zeitaufwand von etwa zwei Stunden pro Woche zu rechnen: Eine Stunde zur Vorbereitung und eine Stunde für den Austausch im Circle.</p>
<h3>13 Wochen Pilot-Reise liegen hinter uns</h3>
<p>Im Januar gestartet, liegen nun 13 Wochen mit Info-Session, Kick-off, Bergfest, Retro und einem Abschluss-Event hinter uns. Aus unserer ursprünglichen Planung von zunächst fünf oder sechs Pilot-Gruppen wurde nichts &#8211; stattdessen erreichten wir über 90 Teilnehmende, die sich für unseren Lernpfad interessierten.</p>
<p>Vor allem das umfangreiche Feedback belohnte uns für die Arbeit der letzten anderthalb Jahre. Es wurde von Freude, Wärme, Durchhalten, Inspiration, Impulsen, Commitment und Selbstreflexion gesprochen. Aber auch von Überforderung, viel Content, zu wenig Zeit für all die angebotenen Inhalte und einem hohen Zeitaufwand für die Bearbeitung der Katas.</p>
<p>Das stimmt uns zum einen froh und zum anderen zeigt es uns, dass es noch den nötigen Feinschliff bedarf, um den Lernpfad wirklich in die Freiheit und die Community entlassen zu können. Alles in allem gibt es uns aber vor allem die Energie, nun auch noch die letzte Etappe auf dem Weg zum lernOS Leadership Lernpfad zu meistern. Denn jetzt heißt es Feedback sichten, priorisieren und in die bestehende Version einarbeiten. Auch hier wird es wieder sehr mühsam und kleinteilig &#8211; aber auch diese letzte Etappe werden wir noch als Team gemeinsam meistern.</p>
<p>Eins ist in jedem Fall klar: Unser Rucksack ist nach dieser lernOS-Leadership-Reise gepackt mit ganz vielen Erfahrungen, Erinnerungen, Kontakten und Erkenntnissen zu New Learning, lernOS, selbstorganisierten Teams und auch Leadership. Kudos gehen raus an diese inspirierende Crew mit der ich die letzten anderthalb Jahre so intensiv an diesem Projekt arbeiten durfte. Schon bald wird es heißen: Loslassen und den Lernpfad an die Community übergeben.</p>
<p>Viel Spaß beim Reisen und Lernen!</p>
<div id="attachment_8826" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8826" class="size-thumbnail wp-image-8826" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2022/05/Sara-Parr-Bild-Promo-150x150.jpg" alt="Sara Parr (Bild: Promo)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2022/05/Sara-Parr-Bild-Promo-150x150.jpg 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2022/05/Sara-Parr-Bild-Promo.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-8826" class="wp-caption-text">Sara Parr (Bild: Promo)</p></div>
<p><em><strong>Sara Parr</strong>: Menschen kennenlernen, Netzwerke aufbauen, Neues lernen, sich weiterentwickeln – das macht Sara Parr aus. Als Referentin für Interne und Change Kommunikation und Projektleiterin des bankweiten Kulturwandels bei der dwpbank hilft sie Vorstand, Führungskräften und Mitarbeitern, wirksam miteinander zu kommunizieren und die Arbeitswelt der Zukunft zu gestalten. Dabei legt sie einen besonderen Fokus auf digitale und partizipative Kommunikations- und Dialog-Formate, um echte Beziehungen sowie aktive Netzwerke aufzubauen. Sie versteht sich selbst als interne Beraterin, Mentorin und Enablerin und begleitet Menschen in die digitale Zukunft der Arbeitswelt. Einer ihrer Lieblingssprüche ist von Mahatma Gandhi: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst“.</em></p>
<p><em> </em></p>
<div class="mceTemp"></div>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-2881" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg" alt="Banner Gastartikel Gastbeitrag Magazin" width="2000" height="800" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg 2000w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-1280x512.jpg 1280w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-980x392.jpg 980w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-480x192.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2000px, 100vw" /></p>
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		<title>Wahlprogramm-Check &#124; Teil 3: Die Grünen und die FDP</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Sep 2021 04:00:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Alice Greschkow hat sich die Wahl-Programme der großen Parteien vorgenommen und sie unter dem Blickwinkel der Gestaltung unserer Arbeitswelt analysiert. In Teil 3 und damit im letzten Teil analysiert sie die Grünen und die Liberalen und wie sie sich die nahe Zukunft unserer Arbeit vorstellen. Grüne und FDP präsentieren sich gern als liberale Parteien, allerdings [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alice Greschkow hat sich die Wahl-Programme der großen Parteien vorgenommen und sie unter dem Blickwinkel der Gestaltung unserer Arbeitswelt analysiert. In <span class="">Teil </span><span class="">3 und damit im letzten Teil analysiert sie die Grünen und die Liberalen und wie sie sich die nahe Zukunft unserer Arbeit vorstellen.</span></strong></p>
<p><span id="more-7781"></span></p>
<p>Grüne und FDP präsentieren sich gern als liberale Parteien, allerdings aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Bei den Grünen liegt der Akzent oft auf humanitären Menschenrechten im internationalen Kontext, sozialliberalen Lebensmodellen und natürlich ökologisch nachhaltigen Zielen. Die FDP fokussiert sich auf Bürgerrechte innerhalb des Nationalstaates, jedoch verknüpft mit einer marktliberalen Gesinnung. Wie möchten sie die Zukunft der Arbeit auf Grundlage ihres jeweiligen liberalen Verständnisses umwandeln? Die Wahlprogramme verraten es.</p>
<h3>Grüne: Vage Selbstbestimmung</h3>
<p>Der Schwerpunkt des <a href="https://ihoelt.lt.acemlna.com/Prod/link-tracker?redirectUrl=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZjbXMuZ3J1ZW5lLmRlJTJGdXBsb2FkcyUyRmRvY3VtZW50cyUyRlZvcmxhZXVmaWdlcy1XYWhscHJvZ3JhbW1fR1JVRU5FLUJ1bmRlc3RhZ3N3YWhsLTIwMjEucGRmJTNGdXRtX3NvdXJjZSUzREFjdGl2ZUNhbXBhaWduJTI2dXRtX21lZGl1bSUzRGVtYWlsJTI2dXRtX2NvbnRlbnQlM0QlMjU1Qk5ldyUyQldvcmslMkJCcmllZmluZyUyNTVEJTJCTmFjaGhhbHRpZ2tlaXQlMkJpbSUyQktvbnRleHQlMkJOZXVlciUyQkFyYmVpdCUyNnV0bV9jYW1wYWlnbiUzRDEwMDgyMDIxJTJCTldCJTJCNg==&amp;sig=QWwif%2BeQA%2BJjiCSLh%2F03soPTyuYj%2B%2FgF5VD59Tc3Z1I%3D&amp;iat=1628568052&amp;a=25633980&amp;account=ihoelt%2Eactivehosted%2Ecom&amp;email=W%2BDcrJDWhl05M%2F7SIkhCB790XJ89KlxNymU%2BHz%2FfKvY%3D&amp;s=22a287115a4ebfc6534b4d0ab49ad4f9&amp;i=800A995A1A9658" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-ac-default-color="1">Wahlprogramms der Grünen</a> liegt auf der Mobilitätswende, grüner Wirtschaft und nachhaltiger Landwirtschaft. <span class="">Im Abschnitt zu Arbeit bleiben die Grünen vergleichsweise vage.</span> Sie begrüßen kürzere Arbeitszeiten, ohne eine Zielgröße zu nennen und bekennen sich gleichzeitig zur Vollbeschäftigung.</p>
<p>Die Grünen möchten den Mindestlohn auf 12 Euro anheben und ein Recht auf mobiles Arbeiten samt Arbeitsschutzmechanismus durchsetzen. Darunter fassen die Grünen sowohl den Schutz vor arbeitsrechtlichem Missbrauch, als auch den Schutz vor Burnout, Stress und Mobbing am Arbeitsplatz. Auch sie möchten Co-Working-Spaces im ländlichen Raum stärken. Die Arbeitslosenversicherung soll zu einer Arbeitsversicherung entwickelt werden, die Qualifizierungsmöglichkeiten unterstützt. Der Rechtsrahmen für Crowd- und Gigworker soll gesichert werden. Scheinselbstständigkeit möchte die Partei bekämpfen, während der Rechtsrahmen für Soloselbstständige gestärkt werden soll, sie sollen einen besseren Zugang zu Kranken- und Altersabsicherung sowie ein Kurzarbeitergeld in Notsituationen erhalten.</p>
<p><span class="">Die Grünen fordern zudem mehr Flexibilität und Selbstbestimmung bei den Arbeitszeiten, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, allerdings formulieren sie keine konkreten Vorschläge dafür aus.</span> Die Partei sieht die Sozialpartner als wichtigen Hebel für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und dem Kampf für faire Löhne.</p>
<p>Die Arbeitspolitik der Grünen steht in einer linken Tradition: Sozialpartner sollen eingebunden werden, der Schutz der Beschäftigten ist vordergründig und auch die soziale Absicherung von Menschen mit niedrigem Einkommen. <span class="">Doch man merkt, dass die Grünen im Ressort Arbeit bisher nur wenig gestaltet haben. </span>Sie regieren gegenwärtig in sieben Ländern mit und stellen lediglich in Hessen mit Kai Klose den Minister für Soziales und Integration. Während bei den Kernthemen wie der Mobilitätswende mutige Strategien deutlich werden, gelingt den Grünen in punkto Zukunft der Arbeit kein großer Wurf. <span class="">Ihr Programm ist solide, aber die Ambition der anderen Ressorts fehlt.</span></p>
<h3>FDP: Individuelle Verhandlungen für eine moderne Arbeitswelt</h3>
<p>Man hat beim <a href="https://ihoelt.lt.acemlna.com/Prod/link-tracker?redirectUrl=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZ3d3cuZmRwLmRlJTJGc2l0ZXMlMkZkZWZhdWx0JTJGZmlsZXMlMkYyMDIxLTA2JTJGRkRQX1Byb2dyYW1tX0J1bmRlc3RhZ3N3YWhsMjAyMV8xLnBkZiUzRnV0bV9zb3VyY2UlM0RBY3RpdmVDYW1wYWlnbiUyNnV0bV9tZWRpdW0lM0RlbWFpbCUyNnV0bV9jb250ZW50JTNEJTI1NUJOZXclMkJXb3JrJTJCQnJpZWZpbmclMjU1RCUyQk5hY2hoYWx0aWdrZWl0JTJCaW0lMkJLb250ZXh0JTJCTmV1ZXIlMkJBcmJlaXQlMjZ1dG1fY2FtcGFpZ24lM0QxMDA4MjAyMSUyQk5XQiUyQjY=&amp;sig=TvAkW4QIN6TcdXN%2BUGXG1500A9nm10JjdzN%2BFOrfO0g%3D&amp;iat=1628568052&amp;a=25633980&amp;account=ihoelt%2Eactivehosted%2Ecom&amp;email=W%2BDcrJDWhl05M%2F7SIkhCB790XJ89KlxNymU%2BHz%2FfKvY%3D&amp;s=22a287115a4ebfc6534b4d0ab49ad4f9&amp;i=800A995A1A9659" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-ac-default-color="1">Wahlprogramm der FDP</a> das Gefühl, <span class="">dass die Partei sich bei einigen Details zum mobilen Arbeiten besonders detailliert eingearbeitet hat.</span> Grundsätzlich ist die FDP für mobiles Arbeiten durch einen &#8222;Rechtsanspruch auf Erörterung&#8220; nach niederländischem Vorbild. Das bedeutet, dass Beschäftigte das Recht darauf haben sollen, mobiles Arbeiten einzufordern. Diese Forderung muss geprüft werden und kann nur bei triftigen Gründen abgelehnt werden &#8211; beispielsweise wenn eine Tätigkeit nicht umfänglich mobil geleistet werden kann. Dieser Vorschlag grenzt sich deutlich vom SPD-Vorschlag ab, der 24 Tage mobiles Arbeiten rechtlich sichern möchte, sofern der Job dafür geeignet ist. <span class="">Die Liberalen gehen einen Schritt weiter: Sollte eine Tätigkeit einmal als mobile Tätigkeit anerkannt werden, gibt es keine zeitliche Begrenzung laut Wahlprogramm.</span> Wer einmal das Okay vom Chef erhalten hat, kann endlos viele Tage mobil arbeiten.</p>
<p>Passend dazu betont die FDP, dass im Home-Office das Arbeitsschutzgesetz und <span class="">nicht</span> die Arbeitsstättenverordnung gelten soll &#8211; letztere beinhaltet nämlich Anforderungen für die korrekte Einrichtung eines Arbeitsplatzes. &#8222;Denn bei mobiler Arbeit kann der Arbeitgeber nicht für den richtigen Lichteinfall und Ähnliches verantwortlich sein&#8220;, schreiben die Liberalen in ihrem Wahlprogramm. Dieser Einwand ist durchaus berechtigt, doch ein wenig unambitioniert, wenn es um die Fragen der Ausstattung im Home-Office geht.</p>
<p>Die FDP möchte zudem die Selbstständigen stärken. Sie sollen die Form der Krankenversicherung wählen dürfen. Eine &#8222;Pflicht zur Altersvorsorge&#8220; halten die Liberalen für angemessen, jedoch soll auch dort Wahlfreiheit herrschen.</p>
<p><span class="">Ein besonderes Goodie gibt es noch für die klassische Wählergruppe:</span> Für oberste Führungskräfte soll es Familienauszeiten geben, ohne von einem Mandat zurücktreten zu müssen. Bisher können nämlich beispielsweise Vorständinnen, die ein Kind bekommen, ihr Amt nicht ruhen lassen, sondern müssen es abgeben.</p>
<p>Darüber hinaus prägt sich die Vorstellung der FDP von Berufschancen stark durch die Bildungspolitik: Sowohl die betriebliche Berufsausbildung als auch der universitäre Ausbildungsweg sollen gestärkt werden. Für Weiterbildungen soll ein Midlife-BAföG in Höhe von bis zu 1.000 Euro pro Jahr Starthilfe geben. Dieses soll es bis zu vier Mal im Laufe des Erwerbslebens geben und es darf für selbst gewählte Zwecke genutzt werden.</p>
<p>Insgesamt können Menschen bis zu 4.000 Euro an verschiedenen Punkten des Lebens beantragen. Die FDP sieht dieses Geld als Grundstein für Weiterbildungen, als Start für eine Aktienrente und zur Unterstützung bei der Geburt eines Kindes.</p>
<p><span class="">Die FDP setzt auf Eigenverantwortung und Förderung von Potenzial, sie steht für ein Empowerment ambitionierter Menschen &#8211; eigentlich alles wie immer. </span>Spannend sind die Vorschläge zum Midlife-BAföG, doch ein großes Konzept zur Zukunft der Arbeit ist noch nicht klar zu erkennen.</p>
<h3>Der große Wurf könnte über die Weiterbildungskonzepte kommen</h3>
<p>Beim Vergleich der Wahlprogramme von Grünen und FDP wird zunächst deutlich, dass Grüne eine größere Rolle beim Staat sehen, um soziale Sicherung und Aufstieg zu ermöglichen. Die FDP hingegen sieht mehr Verantwortung beim Individuum. Diese Differenz ist wenig überraschend.</p>
<p>Was hervorsticht, ist, dass die FDP einige originelle Vorschläge zu einem Midlife-BAföG oder Familienauszeiten für Führungskräfte formuliert. Allerdings bekommt man das Gefühl, dass das Wahlprogramm lediglich für eine bestimmte Zielgruppe und nicht für die heterogene Arbeitswelt gedacht ist. Die Grünen hingegen bleiben vage bei ihren Ideen und liefern wenig Originelles. Die Schwerpunkte dieser Parteien liegen bei anderen Ressorts &#8211; <span class="">die große Vision für die Arbeitswelt der Zukunft formulieren beide nicht.</span></p>
<div id="attachment_6221" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6221" class="size-thumbnail wp-image-6221" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2021/03/Alice-Greschkow-Bild-Promo_300x300-150x150.jpg" alt="Alice Greschkow (Bild: Promo)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2021/03/Alice-Greschkow-Bild-Promo_300x300-150x150.jpg 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2021/03/Alice-Greschkow-Bild-Promo_300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-6221" class="wp-caption-text">Alice Greschkow (Bild: Promo)</p></div>
<p><em><strong>Alice Greschkow</strong> ist Politikwissenschaftlerin mit Leidenschaft für New Work. Sie lebt und arbeitet seit 2015 in Berlin und verbindet beruflich politische und wirtschaftliche Themen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<div class="mceTemp"></div>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-2881" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg" alt="Banner Gastartikel Gastbeitrag Magazin" width="2000" height="800" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg 2000w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-1280x512.jpg 1280w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-980x392.jpg 980w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-480x192.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2000px, 100vw" /></p>
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		<title>Wahlprogramm-Check &#124; Teil 2: SPD und Die Linke</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2021 04:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[New Learning]]></category>
		<category><![CDATA[New Work]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Alice Greschkow hat sich die Wahl-Programme der großen Parteien vorgenommen und sie unter dem Blickwinkel der Gestaltung unserer Arbeitswelt analysiert. In Teil 2 schaut sie auf die &#8222;roten&#8220; Parteien&#8220;: Die Linken und die SPD. Verstaatlichungswahn oder progressive Zukunftsimpulse? Alice Greschkow analysiert die Wahlprogramme von SPD und Der Linken, welche Visionen sie für unsere Arbeit haben [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alice Greschkow hat sich die Wahl-Programme der großen Parteien vorgenommen und sie unter dem Blickwinkel der Gestaltung unserer Arbeitswelt analysiert. In <span class="">Teil 2 schaut sie auf die &#8222;roten&#8220; Parteien&#8220;: Die Linken und die SPD.</span></strong></p>
<p><span id="more-7787"></span></p>
<p>Verstaatlichungswahn oder progressive Zukunftsimpulse? Alice Greschkow analysiert die Wahlprogramme von SPD und Der Linken, welche Visionen sie für unsere Arbeit haben und wie sie sie umsetzen wollen.</p>
<h3>SPD: Respekt und Rechtssicherheit</h3>
<p>Den Schwerpunkt des <a class="" href="https://ihoelt.lt.acemlna.com/Prod/link-tracker?redirectUrl=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZ3d3cuc3BkLmRlJTJGZmlsZWFkbWluJTJGRG9rdW1lbnRlJTJGQmVzY2hsdWVzc2UlMkZQcm9ncmFtbSUyRlNQRC1adWt1bmZ0c3Byb2dyYW1tLnBkZiUzRnV0bV9zb3VyY2UlM0RBY3RpdmVDYW1wYWlnbiUyNnV0bV9tZWRpdW0lM0RlbWFpbCUyNnV0bV9jb250ZW50JTNEJTI1NUJOZXclMkJXb3JrJTJCQnJpZWZpbmclMjU1RCUyQldpZSUyQnNpY2glMkJCZXdlcmJlbiUyQnVuZCUyQlJlY3J1aXRpbmclMkJ2ZXIlMjVDMyUyNUE0bmRlcnQlMjZ1dG1fY2FtcGFpZ24lM0QyNzA3MjAyMSUyQk5XQiUyQjU=&amp;a=25633980&amp;account=ihoelt%2Eactivehosted%2Ecom&amp;email=W%2BDcrJDWhl05M%2F7SIkhCB790XJ89KlxNymU%2BHz%2FfKvY%3D&amp;s=22a287115a4ebfc6534b4d0ab49ad4f9&amp;i=795A989A1A9522" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-ac-default-color="1"><span class="">sozialdemokratischen Wahlprogramms</span></a> bildet Respekt: Menschen in sozialen Berufen und in Minijobs sollen eine bessere Absicherung erhalten &#8211; oft durch mehr Geld. Pflegende Angehörige sollen ebenfalls finanziell entlastet werden. Und die Bürgerinnen und Bürger sollen ein &#8222;Recht auf Arbeit&#8220; haben. <span class="">Die Sozialdemokraten bekennen sich nämlich zur Vollbeschäftigung als Vehikel für Wohlstand und soziale Integration.</span> Es findet sich wenig Überraschendes: Viele Verweise auf die Sozialpartner und starke Tarifverträge. Pflege- und Familienzeiten sollen als flexibles Instrument das Arbeitsleben humaner gestalten. Wie bei der Union ist die Idee, Zeit aufzusparen breit ausformuliert.<br class="" /><br class="" />Wer sich um- oder weiterqualifizieren möchte, soll Unterstützung erhalten. Die Arbeitslosenversicherung soll zu einer Arbeitsversicherung gestaltet werden und mit einer modernisierten Bundesagentur für Arbeit und Qualifizierung Arbeitslosigkeit verhindern, bevor sie entsteht. Die SPD hat in diesem Zusammenhang das Arbeitslosengeld Q wieder hervorgeholt, nachdem Martin Schulz es 2017 als Weiterbildungsgeld vorgeschlagen hatte.<br class="" /><br class="" />In punkto Home-Office hat die SPD ihre Position noch einmal geschärft und Lehren aus der Pandemie gezogen. <span class="">Ein Recht auf mobiles Arbeiten mit Anspruch auf 24 mobile Arbeitstage ist im Wahlprogramm verankert, genauso wie ein Recht auf Nichterreichbarkeit.</span> Die Sozialdemokraten lehnen nämlich eine Lockerung der täglichen Höchstarbeitszeit von acht Stunden ab. Das mobile Arbeiten soll auch im ländlichen Raum möglich sein &#8211; neue Co-Working-Spaces sollen dafür entstehen. Flexibles Arbeiten soll allerdings nicht mit Überwachung einhergehen, daher fordert die SPD einen Beschäftigtendatenschutz, der sie vor unerwünschten digitalen Analyse- und Tracking-Methoden schützen soll.<br class="" /><br class="" />Darüber hinaus fordern sie Rechtssicherheit für Arbeit im Home-Office: Die Unfallversicherung soll für Beschäftigte auch beim mobilen Arbeiten greifen und sie sollen ein Recht auf technische Ausstattung erhalten. <span class="">Für Selbstständige hingegen sollen Schutzlücken geschlossen werden:</span> Der Zugang zur Arbeitslosenversicherung sowie zur Renten- und Krankenversicherung über die Künstlersozialversicherung soll verbessert werden und ein Sicherungsgeld soll bei akuten Einkommensausfällen helfen.<br class="" /><br class="" />Man merkt, dass die Sozialdemokraten regiert haben: Sie formulieren konkrete Gesetzesvorhaben und keine losen Leitlinien. Allerdings wird auch deutlich, dass sie vieles in der aktuellen Legislaturperiode nicht erreichen konnten. Das Arbeitslosengeld Q, der Beschäftigtendatenschutz und das Recht auf mobiles Arbeiten stammen aus der Wiedervorlagemappe des letzten Wahlkampfes. In den Vorschlägen steckt Musik drin, insbesondere im Vorschlag, die Agentur für Arbeit zu einem Qualifizierungshub umzugestalten. Im Gegensatz zur Union möchte die SPD klare Grenzen für die Beschäftigten erstreiten. Ob diese Grenzen im digitalen Raum noch angemessen sind, wird die Wählerschaft im September entscheiden.</p>
<h3>Die Linke: Weniger Arbeitsstunden für alle!</h3>
<p><a class="" href="https://ihoelt.lt.acemlna.com/Prod/link-tracker?redirectUrl=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZ3d3cuZGllLWxpbmtlLmRlJTJGZmlsZWFkbWluJTJGZG93bmxvYWQlMkZ3YWhsZW4yMDIxJTJGQlRXUDIxX0VudHd1cmZfVm9yc2l0emVuZGUucGRmJTNGdXRtX3NvdXJjZSUzREFjdGl2ZUNhbXBhaWduJTI2dXRtX21lZGl1bSUzRGVtYWlsJTI2dXRtX2NvbnRlbnQlM0QlMjU1Qk5ldyUyQldvcmslMkJCcmllZmluZyUyNTVEJTJCV2llJTJCc2ljaCUyQkJld2VyYmVuJTJCdW5kJTJCUmVjcnVpdGluZyUyQnZlciUyNUMzJTI1QTRuZGVydCUyNnV0bV9jYW1wYWlnbiUzRDI3MDcyMDIxJTJCTldCJTJCNQ==&amp;a=25633980&amp;account=ihoelt%2Eactivehosted%2Ecom&amp;email=W%2BDcrJDWhl05M%2F7SIkhCB790XJ89KlxNymU%2BHz%2FfKvY%3D&amp;s=22a287115a4ebfc6534b4d0ab49ad4f9&amp;i=795A989A1A9523" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-ac-default-color="1"><span class="">Das Wahlprogramm der Linken</span></a> liest sich zu großen Strecken wenig überraschend: <span class="">Der Mindestlohn soll auf 13 Euro steigen, die Tarifbindung soll wieder gestärkt werden, Minijobs sollen in sozialversicherungspflichtige Jobs umgewandelt werden</span> und insgesamt zieht sich das Narrativ der betrieblichen Mitbestimmung und der Aushandlungen durch Betriebsräte durch.<br class="" /><br class="" />Was sich die Linke für die Zukunft vorstellt, liegt irgendwo zwischen Karl Marx und Frithjof Bergmann. So sieht Die Linke eine Umverteilung der Arbeitszeit vor. <span class="">Und eine Vier-Tage-Woche mit einer Wochenarbeitszeit von 30 Wochenstunden formuliert sie als positive Vision.</span> Die Mindesturlaubstage sollen von 24 auf 30 Tage angehoben werden. Die Arbeitszeiten sollen zum Leben passen. <span class="">Darüber hinaus sollen Beschäftigte zwei Mal im Laufe des Erwerbslebens die Möglichkeit eines jeweils einjährigen Sabbaticals haben.</span><br class="" /><br class="" />Die Linke möchte ein Recht auf Home-Office verankern &#8211; samt Unfall- und Arbeitsschutz und Recht auf Auszeiten. Auch setzt Die Linke auf ein Recht für Weiterbildung: Beschäftigte sollen die Möglichkeit haben, ihre Arbeit zu reduzieren, um sich weiterzubilden. Dafür soll ein staatlicher Weiterbildungsfonds installiert werden.</p>
<h3>Und was heißt das?</h3>
<p>Naturgemäß legen die Sozialdemokraten und Die Linken ihren Fokus auf den Schutz der Beschäftigten. Sie sehen Missbrauchspotenzial durch Unternehmen &#8211; im analogen wie im digitalen Raum. Dagegen möchte man mit Gesetzen vorgehen. Die Linke ist dabei mutiger als die SPD in der Formulierung einer Zukunftsvision. Ihre Vorschläge orientieren sich an einem neuen Verständnis von Arbeit, die lediglich ein Aspekt unter mehreren im Leben sein soll. Die Sozialdemokraten positionieren sich klassischer: Arbeit bewerten sie als Motor der sozialen Mobilität und wer Leistung erbringt, soll auch die Früchte des Erfolges ernten. Die Chancen für die soziale Mobilität sollen fair verteilt sein, Bildung ist ein Schlüsselelement für die SPD.<br class="" /><br class="" />In dem hypothetischen Szenario eines links geführten Arbeitsministeriums würde die Wirtschaft erst einmal rot sehen &#8211; und zwar nicht im positiven Sinn. Viele Unternehmen sehen starkes staatliches Eingreifen und Ziele zur Reduktion der Arbeitszeit als Hemmnis für Produktivität und Innovation. Gleichzeitig wäre aber ein SPD-geführtes Arbeitsministerium nichts Neues und für die Wirtschaft kein Schock: In der Vergangenheit hat die SPD nämlich versucht, starke sozialpolitische Forderungen durchzusetzen, ohne dass das Unternehmertum zu stark gelitten hat. Wie viel die Sozialdemokraten jedoch umsetzen, hängt immer stark von den Koalitionspartnern ab. Gute Ideen allein reichen nicht.</p>
<div id="attachment_6221" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6221" class="size-thumbnail wp-image-6221" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2021/03/Alice-Greschkow-Bild-Promo_300x300-150x150.jpg" alt="Alice Greschkow (Bild: Promo)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2021/03/Alice-Greschkow-Bild-Promo_300x300-150x150.jpg 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2021/03/Alice-Greschkow-Bild-Promo_300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-6221" class="wp-caption-text">Alice Greschkow (Bild: Promo)</p></div>
<p><em><strong>Alice Greschkow</strong> ist Politikwissenschaftlerin mit Leidenschaft für New Work. Sie lebt und arbeitet seit 2015 in Berlin und verbindet beruflich politische und wirtschaftliche Themen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<div class="mceTemp"></div>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-2881" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg" alt="Banner Gastartikel Gastbeitrag Magazin" width="2000" height="800" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg 2000w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-1280x512.jpg 1280w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-980x392.jpg 980w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-480x192.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2000px, 100vw" /></p>
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		<title>Videocast: Anastasia Umrik &#8211; Change als Krise begreifen und nutzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Inga Höltmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jul 2021 03:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Aus der Krise lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Change]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Leadership]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[#Videocast: Was bedeuten Krisen für eine Organisation? Und wie können wir mit ihnen umgehen? Anastasia Umrik kennt sich mit Krisen aus und weiß, wie wir sie positiv nutzen können.  Anastasia Umrik ist „Expertin für Neuanfänge“, wie die taz es genannt hat: Sie beschäftigt sich mit dem Umgang mit Umbrüchen im Leben, mit Tiefs, die es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>#Videocast: Was bedeuten Krisen für eine Organisation? Und wie können wir mit ihnen umgehen? Anastasia Umrik kennt sich mit Krisen aus und weiß, wie wir sie positiv nutzen können. </b></p>
<p><span id="more-7600"></span></p>
<p>Anastasia Umrik ist „Expertin für Neuanfänge“, wie die taz es genannt hat: Sie beschäftigt sich mit dem Umgang mit Umbrüchen im Leben, mit Tiefs, die es zu durchschreiten gilt, und anschließenden Hochs.</p>
<p>In diesem Videocast sprechen wir über die Bedeutung solcher Krisen, wie wir mit ihnen umgehen können, um gestärkt aus ihnen hervorzugehen und übertragen das auch auf die Situation von Unternehmen: Denn jede Veränderung, jeder Change ist auch immer eine Krise für eine Organisation.</p>
<div style="padding: 56.25% 0 0 0; position: relative;"></div>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_7603" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7603" class="size-thumbnail wp-image-7603" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2021/07/Anastasia-Umrik-Bild_Julia-Santoros-150x150.jpg" alt="Anastasia Umrik (Bild: Julia Santoros)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2021/07/Anastasia-Umrik-Bild_Julia-Santoros-150x150.jpg 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2021/07/Anastasia-Umrik-Bild_Julia-Santoros.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-7603" class="wp-caption-text">Anastasia Umrik (Bild: Julia Santoros)</p></div>
<p><em><strong>Anastasia Umrik</strong> ist Seriengründerin/-initiatorin – unter anderem von „InkluWAS“, einem Hamburger Designlabel, und „AnderStark“, einem Fotoprojekt &#8211; ist Coachin, hält Vorträge und ist Autorin des Buches „Du bist in einer Krise. Herzlichen Glückwunsch. Jetzt wird alles gut!“. Sie ist „Expertin für Neuanfänge“, wie die taz es beschrieben hat: Für Umbrüche im Leben, Tiefs, die es zu durchschreiten gilt, und anschließende Hochs. Und sie hat auch selbst Krisen und anschließende Neuanfänge hinter sich. Geboren in Kasachstan, kommt sie mit 7 Jahren nach Deutschland, wo sie die Diagnose „Muskelatrophie“ erhält, eine Diagnose, die ihr Leben stark beeinflusst: Anastasia ist im Rollstuhl unterwegs und leitet heute ein Team von Assistentinnen, die sie durch ihr Leben begleiten.</em></p>
<div class="mceTemp"></div>
<p><img decoding="async" class="size-full wp-image-2881" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg" alt="Banner Gastartikel Gastbeitrag Magazin" width="2000" height="800" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin.jpg 2000w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-1280x512.jpg 1280w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-980x392.jpg 980w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Banner-Gastartikel-Magazin-480x192.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2000px, 100vw" /></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wenn Du einen Gastbeitrag verfassen möchtest,<br />
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