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	<title>BGE | Accelerate Academy</title>
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	<description>Plattform für Neue Arbeit und Neues Lernen</description>
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	<title>BGE | Accelerate Academy</title>
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		<title>Serie: Aus der Krise lernen &#124; Ein Gespräch mit Katja Diehl von &#8222;She Drives Mobility&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastbeitrag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2020 04:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Aus der Krise lernen]]></category>
		<category><![CDATA[BGE]]></category>
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		<category><![CDATA[Digital Leadership]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[Corona war zuerst ein Schock für Katja Diehl. Hier berichtet die Mobilitätsexpertin von ihrem Weg aus der Komfortzone und welche neuen Formate aus der Krise entstanden sind. 1. Wie hat sich Deine Arbeit durch die Krise verändert? Meine Arbeit hat sich nicht wirklich &#8222;methodisch&#8220; verändert, weil ich schon vor der Corona-Krise viel mobil gearbeitet habe. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Corona war zuerst ein Schock für Katja Diehl. Hier berichtet die Mobilitätsexpertin von ihrem Weg aus der Komfortzone und welche neuen Formate aus der Krise entstanden sind.</b><b></b><span id="more-2932"></span></p>
<p><strong>1. Wie hat sich Deine Arbeit durch die Krise verändert?<br />
</strong>Meine Arbeit hat sich nicht wirklich &#8222;methodisch&#8220; verändert, weil ich schon vor der Corona-Krise viel mobil gearbeitet habe. Aber in meiner Freiberuflichkeit als Sprecherin, Moderatorin und Coach sind mir bis Juni alle Aufträge weggebrochen. Ich habe das zuerst schockiert zur Kenntnis genommen, aber mich dann entschieden, neue Formate zu entwickeln. Mittlerweile habe ich mehr als 40 Livecasts bei Twitter produziert mit Menschen, die in jeweils 45 Minuten auf mein &#8222;Veränderungsdreieck&#8220; eingehen: Mobilität, Diversität und neue Arbeitsformen. Diese Gespräche haben mir aus so manchem Loch der gefühlten Wirkungslosigkeit geholfen.</p>
<p><strong>2. Wie bist Du mit diesen Veränderungen umgegangen?<br />
</strong>Es fühlte sich zunächst wie ein Zusammenbruch an. Nicht mehr vor Menschen zu sprechen, etwas zu bewirken, Workshops zu leiten und zu konzipieren, die Veränderung herbeiführen &#8211; das fehlt mir bis heute. Und ja &#8211; ich musste über meinen Schatten springen: Ich habe eine Seite auf einer Unterstützer*innen-Plattform etabliert, wo Menschen ab fünf Euro Abos bei mir abschließen können und ich habe jetzt auch einen PayPal-Me-Account, wo einzelne Beiträge geleistet werden können. Meine Arbeit ist etwas wert, ich habe allein im April etwa 60 Stunden für mein neues Format recherchiert und vorbereitet &#8211; das auch als unterstützenswert &#8222;anzupreisen&#8220;, war wirklich ein Schritt für mich aus der Komfortzone.</p>
<p><strong>3. Wie ist man in Deinem Umfeld damit umgegangen?<br />
</strong>Ich bin bei <a href="https://www.door2door.io/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">door2door</a> angestellt, einem Ridepooling-Start-up, und habe mit denen einen echten &#8222;New Work&#8220;-Arbeitgeber erwischt &#8211; hier gibt es nichts zu verbessern. Es war eines der ersten Unternehmen, das nach Hause schickte, schon an dem Donnerstag, als die Nachricht herumging, dass das notwendig werden könnte. Es wurde eine Person in der Personalabteilung benannt, die sich als Ansprechpartnerin nur diesem Thema widmen sollte &#8211; denn wir haben 35 Nationen in unserem Team. Das heißt natürlich auch viel Unsicherheit am Anfang, besonders mit Blick auf die jeweiligen Länder. In meinem eigenen Business musste ich eher auf mich aufpassen, nicht zu &#8222;überperformen&#8220; und so habe ich nach einem Monat Livecast von Montag bis Freitag bei gleichzeitig ausbleibender Zahlungen aus meiner Freiberuflichkeit die Reißleine ziehen müssen. Es war zu anstrengend für den Effekt, den das für mich hatte.</p>
<p><strong>4. Und die Unternehmen, mit denen Du arbeitest, wie war Dein Eindruck &#8211; waren sie gut aufgestellt?<br />
</strong>Völlig unterschiedlich. Das ist der Vorteil einer heterogen ausgeprägten Bubble. In meiner Branche gibt es viele Dinge rückwärts wie auch die Idee einer &#8222;Abwrackprämie&#8220; &#8211; die für mich das Symbol dafür ist, wie wenig resilient und innovativ diese Branche ist. Eine Idee hervorzukramen, die nachweislich schon vor zehn Jahren nicht wirkte &#8211; und die damals schon denselben Namen trug: Meine Güte! Aber ich merke auch positive Details. So haben sich Menschen zusammengeschlossen, die sonst eher in unterschiedlichen Sphären für den Mobilitätswandel tätig waren. Wir haben verstanden, dass gemeinsam stark und allein schwach macht.</p>
<p>Ansonsten bewege ich mich in einem Umfeld, in der viele von zuhause arbeiten und in ihren Wohnräumen gerade viele Funktionen abdecken müssen: Kindergarten, Familie, Job, Pflege, Rückzug. Ich hoffe, dass sie alle das gut überstehen &#8211; und dass es vor allem die Frauen gut überstehen, von denen nicht wenige gerade vieles schultern. Nicht in meinem unmittelbaren Umfeld, aber für mich sichtbar findet hier gerade eine Rolle rückwärts statt.</p>
<p><strong>5. Welche Reaktion ist Dir besonders positiv im Gedächtnis geblieben?<br />
</strong>SAP finde ich spannend zu beobachten. Manche Dinge, wie Promis zu Telkos einzuladen, sind für mich persönlich etwas &#8222;drüber&#8220;, aber an der Reaktion der Mitarbeitenden wird deutlich: Für sie ist das echte Motivation. Ebenfalls toll zu beobachten fand ich das DigiLab von Volkswagen, das &#8211; entgegen meiner Vermutung &#8211; sehr viel auf persönliche Co-Creation bzw. Co-Programming setzt. Also ein Format, das auf das Nebeneinander am Monitor setzt. Die haben das toll und transparent gelöst &#8211; nicht ohne Schwierigkeiten zu vermeiden. Richtig gut auch das Verhalten der Deutschen Bahn gegenüber Mitarbeitenden und Fahrgästen. Wertschätzend, schützend und kulant.</p>
<p><strong>6. Was sollten wir aus der Krise lernen und in die Nach-Corona-Zeit mitnehmen?<br />
</strong>Macht weniger Wege! Das schont das Klima und die Nerven. Fliegt nicht innerdeutsch. Nutzt die Arbeitsmittel, die ihr gerade kennengelernt habt, auch weiterhin. Schafft Coworking auf dem Land, damit Pendeln nur noch ein-, zweimal die Woche stattfindet. Ich bin für die Quote und für das bedingungslose Grundeinkommen, denn es macht alle frei, wenn alle frei(er) sein können.</p>
<p><strong>7. Was wirst Du persönlich mitnehmen in die Nach-Corona-Zeit?<br />
</strong>Nach jedem verdammten Tal geht es wieder bergauf! Ich bin kreativ in Krisensituation, kann mich umorientieren und Pläne über Bord werfen. Dennoch hatte ich mich darauf gefreut, endlich &#8222;mal einfach zu arbeiten&#8220; und nicht wieder von vorn anfangen und entwerfen zu müssen. Doch ich bin stolz auf mich, wie ich das gemeistert habe. Ich hoffe aber auch, dass 2021 einfach mal so durchläuft wie geplant&#8230;</p>
<div id="attachment_2935" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2935" class="size-thumbnail wp-image-2935" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Katja-Diehl-Bild-Promo_300x300-150x150.png" alt="Katja Diehl (Bild: Promo)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Katja-Diehl-Bild-Promo_300x300-150x150.png 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/Katja-Diehl-Bild-Promo_300x300.png 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-2935" class="wp-caption-text">Katja Diehl (Bild: Promo)</p></div>
<p><em><strong>Katja Diehl </strong>kommt aus Hamburg und arbeitet unter <a href="https://katja-diehl.de/leistungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">She Drives Mobility</a> als Kommunikations- und Unternehmensberaterin mit Schwerpunkten in Mobilität der Zukunft, Neuem Arbeiten und Diversität. Sie hält – wenn nicht gerade Corona-Distancing eingehalten werden muss – Keynotes und moderiert Events und Workshops. Alle 14 Tage hostet Katja ihren <a href="https://katja-diehl.de/sdmpodcast/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Podcast</a> zu Mobilitätswandel, Diversität und New Work. Aktuell hat sie ein Livevideo-Format entwickelt. Die Videos sind auf Katjas <a href="https://vimeo.com/katjadiehl" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vimeo-Seite</a> zu finden. Nach Start als Journalistin und Pressesprecherin sowie Expertise in leitender Funktion bei Konzernen der Logistik- und Mobilitätsbranche berät Katja Unternehmen und Start-ups bei ihrer Markenkommunikation und Positionierung. Beim Technologie- und Beratungsunternehmen für digitale On-Demand-Lösungen door2door in Berlin verantwortet sie den Lead PR &amp; Communications.</em></p>
<p><a href="https://www.accelerate-academy.de/tag/aus-der-krise-lernen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-2845 size-full" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/2020-05-Serie-Krise-Banner.jpg" alt="2020-05 Serie Krise Banner" width="2000" height="800" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/2020-05-Serie-Krise-Banner.jpg 2000w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/2020-05-Serie-Krise-Banner-1280x512.jpg 1280w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/2020-05-Serie-Krise-Banner-980x392.jpg 980w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2020/05/2020-05-Serie-Krise-Banner-480x192.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2000px, 100vw" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wenn Du einen Gastbeitrag verfassen möchtest,<br />
</strong><strong>dann sende Deine Idee einfach an Inga: <a href="mailto:inga@accelerate-academy.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">inga@accelerate-academy.de</a></strong></p>
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		<title>Dies sind die meistgelesenen Artikel aus 2019</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AcAcAdmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2019 06:00:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Berufliche Vielfalt als große Stärke, Assistenzen als echte Geheimwaffen in der Transformation, eine Kritik am Wettbewerbsgedanken in Unternehmen, eine Anleitung für agiles Lernen und eine Wucht von Text über das Bedingungslose Grundeinkommen &#8211; dies sind die meistgelesenen Texte im Magazin aus 2019.  5&#124; Berufliche Vielfalt als erfolgreiches Businessmodell „Kann alles. Nichts richtig?“ Sandra Kaul hat [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berufliche Vielfalt als große Stärke, Assistenzen als echte Geheimwaffen in der Transformation, eine Kritik am Wettbewerbsgedanken in Unternehmen, eine Anleitung für agiles Lernen und eine Wucht von Text über das Bedingungslose Grundeinkommen &#8211; dies sind die meistgelesenen Texte im Magazin aus 2019. </strong></p>
<p><span id="more-1639"></span></p>
<div id="attachment_1317" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1317" class="size-thumbnail wp-image-1317" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/09/Sandra-Kaul-Foto-Julia-Luka-Lila-Nitzschke_300x300-150x150.png" alt="Sandra Kaul (Foto: Julia Luka Lila Nitzschke)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/09/Sandra-Kaul-Foto-Julia-Luka-Lila-Nitzschke_300x300-150x150.png 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/09/Sandra-Kaul-Foto-Julia-Luka-Lila-Nitzschke_300x300.png 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-1317" class="wp-caption-text">Sandra Kaul (Foto: Julia Luka Lila Nitzschke)</p></div>
<p><strong>5| Berufliche Vielfalt als erfolgreiches Businessmodell<br />
</strong>„Kann alles. Nichts richtig?“ Sandra Kaul hat einen ganzen Bauchladen an Fähigkeiten und Tätigkeitsfeldern. Doch das ist kein Nachteil, sondern ein echtes Erfolgsrezept. Hier beschreibt sie, wie das geht – und warum das auch für Unternehmen gilt.</p>
<p><a href="https://www.accelerate-academy.de/berufliche-vielfalt-als-erfolgreiches-businessmodell/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gastbeitrag vom 18. September 2019</a></p>
<p><strong>Sandra Kaul</strong> ist systemische Coach mit dem Schwerpunkt „Neues Arbeiten“. 2012 gründete sie die Coachingpraxis <a href="https://www.kiwiblau.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KIWIBLAU</a> in Berlin und hat sich so sukzessive ein Leben als Selbstständige aufgebaut. Sie begleitet unter dem Motto #workliferomance deutschlandweit Menschen und Organisationen, die sich im Wandel befinden und dazu beitragen wollen, dass sich das Leben (wieder) in die Arbeit verliebt. In Coachings, Workshops und Vorträgen widmet sich Sandra Themen rund um die Zukunft der Arbeit, wie zum Beispiel agiles Arbeiten, Kollaboration, Co-Kreation und remote working.</p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #486ca1;">Du willst mehr davon?<br />
Mehr von solchen Inhalten oder mehr über die Accelerate Academy erfahren?<br />
</span></strong><strong><span style="color: #486ca1;">Was es auch ist, <span style="text-decoration: underline;"><a style="color: #486ca1; text-decoration: underline;" href="https://www.accelerate-academy.de/newsletter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieser Newsletter ist für Dich!</a></span></span></strong></p>
<hr />
<div id="attachment_1398" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1398" class="size-thumbnail wp-image-1398" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/09/Diana-Brandl-Quelle-Promo_300x300-150x150.png" alt="Diana Brandl (Quelle: Promo)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/09/Diana-Brandl-Quelle-Promo_300x300-150x150.png 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/09/Diana-Brandl-Quelle-Promo_300x300.png 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-1398" class="wp-caption-text">Diana Brandl (Quelle: Promo)</p></div>
<p><strong>4| Eine Geheimwaffe in der neuen Arbeitswelt<br />
</strong>Assistenzen hängt manchmal noch das Klischee der netten, aber simplen Sekretärin an. Doch die Welt hat sich gewandelt, sagt Diana Brandl: Heute ist eine Assistenz eine echte Geheimwaffe im Transformationsprozess eines jeden Unternehmens.</p>
<p><a href="https://www.accelerate-academy.de/eine-geheimwaffe-in-der-neuen-arbeitswelt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gastbeitrag vom 2. Oktober 2019</a></p>
<p><strong>Diana Brandl </strong>blickt auf eine 17 Jahre erfolgreiche Karriere als Senior Executive Assistant auf Topmanagement-Ebene in Unternehmen wie Ratiopharm, Sony und Mister Spex zurück. Sie engagiert sich intensiv für das Berufsbild der Office Professionals und war im Vorstand als auch als Regionalgruppenleitung bei IMA (International Management Assistants) Deutschland tätig. Diana Brandl ist freiberufliche Fachautorin für diverse Verlage und Fachmagazine, betreibt ihren eigenen Blog The Socialista Projects, gibt Seminare und Workshops und spricht auf nationalen wie internationalen Konferenzen. Dabei setzt sie sich maßgeblich für die Themen Social Media, New Work, Personal Branding und Digitalisierung ein. Ihr erstes Buchprojekt „Chefsache Assistenz“ ist im Oktober 2018 im Springer Gabler Verlag erschienen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_539" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-539" class="size-thumbnail wp-image-539" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/03/Lars-Richter-Promo-150x150.png" alt="Lars Richter (Bild: Promo)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/03/Lars-Richter-Promo-150x150.png 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/03/Lars-Richter-Promo.png 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-539" class="wp-caption-text">Lars Richter (Bild: Promo)</p></div>
<p><strong>3| Warum Organisationen nicht auf Wettkämpfe setzen sollten<br />
</strong>Um die Motivation der Mitarbeiter zu steigern, setzen Unternehmen gern auf Wettkämpfe und Challenges. Doch damit erreichen sie oft das Gegenteil von dem, was sie eigentlich wollen, meint unser Gastautor Lars Richter.</p>
<p><a href="https://www.accelerate-academy.de/warum-organisationen-nicht-auf-wettkaempfe-setzen-sollten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gastbeitrag vom 10. März 2019</a></p>
<p><strong>Lars Richter </strong>glaubt an eine Arbeitswelt, in der Menschen darauf brennen, am Montag endlich wieder zur Arbeit gehen zu dürfen. Deshalb hilft er Menschen, Unternehmen und Organisationen, ihr Umfeld so zu gestalten, dass sich Motivation und Engagement entfalten können. Denn Motivation entsteht immer dann, wenn unser menschliches Bedürfnis nach Autonomie, Flow und Gemeinschaft erfüllt ist und das was wir tun, Bedeutung hat. <a href="https://flowwork.rocks/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flow Work Rocks</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1451" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1451" class="wp-image-1451 size-thumbnail" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/10/Eva-Dirr-Bubik-Quelle-Promo_300x300-150x150.png" alt="Eva Dirr-Bubik (Quelle: Promo)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/10/Eva-Dirr-Bubik-Quelle-Promo_300x300-150x150.png 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/10/Eva-Dirr-Bubik-Quelle-Promo_300x300.png 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-1451" class="wp-caption-text">Eva Dirr-Bubik (Quelle: Promo)</p></div>
<div id="attachment_1452" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1452" class="wp-image-1452 size-thumbnail" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/10/Manuel-Illi-Quelle-Promo_300x300-150x150.png" alt="Manuel Illi (Quelle: Promo)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/10/Manuel-Illi-Quelle-Promo_300x300-150x150.png 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/10/Manuel-Illi-Quelle-Promo_300x300.png 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-1452" class="wp-caption-text">Manuel Illi (Quelle: Promo)</p></div>
<p><strong>2| Agile Prinzipien auf das Lernen übertragen</strong><br />
QualityMinds ist ein Software-Unternehmen, das vor der Frage stand: Wie werden wir uns in Zukunft fortbilden? Ihre Antwort: In Zukunft genauso agil, wie wir arbeiten. Hier beschreiben Eva Dirr-Bubik und Manuel Illi den agilen Lernansatz.</p>
<p><a href="https://www.accelerate-academy.de/agile-prinzipien-auf-das-lernen-uebertragen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gastbeitrag vom 30. Oktober 2019</a></p>
<p><strong>Eva Dirr-Bubik</strong> ist agiler Lerncoach bei den <a href="https://qualityminds.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">QualityMinds</a>. Dort begleitet sie intern ihre Kolleginnen und Kollegen individuell in ihrem Lernprozess. Sie studierte Pädagogik mit dem Fokus Lehren und Lernen sowie Psychologie und Kommunikationswissenschaft. Anschließend hat sie vielfältige Erfahrungen in der pädagogischen Praxis sowie in der (außer)universitären Forschung gesammelt.</p>
<p><strong>Manuel Illi</strong> ist Berater im Bereich agiles Lernen und alternative Lernformen. Früher als Germanist und Kulturwissenschaftler tätig, ist er jetzt als agiler Lerncoach in internationalen Projekten unterwegs. Er unterstützt sowohl Individuen als auch Teams bei den Herausforderungen, die modernes Lernen aufwerfen.</p>
<hr />
<p style="text-align: center;"><span style="color: #486ca1;"><strong>Du hast auch etwas zu sagen?<br />
Wenn Neue Arbeit und Transformation Deine Themen sind,<br />
dann sei herzlich eingeladen,<br />
auch einen Gastbeitrag zu verfassen!<br />
Mail einfach Deinen Themenvorschlag an Inga unter <em>Inga [at] accelerate-academy.de </em></strong></span></p>
<hr />
<div id="attachment_629" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-629" class="size-thumbnail wp-image-629" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia-Cornelsen-Foto-Oliver-Betke-150x150.png" alt="Claudia Cornelsen (Foto: Oliver Betke)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia-Cornelsen-Foto-Oliver-Betke-150x150.png 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia-Cornelsen-Foto-Oliver-Betke.png 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-629" class="wp-caption-text">Claudia Cornelsen (Foto: Oliver Betke)</p></div>
<p><strong>1| „Das Bedingungslose Grundeinkommen macht Arbeit erst möglich“</strong><br />
„Das ganze Geld- und Lohnsystem ist so ein Kuddelmuddel, dass mir ganz schwindelig wird“, schreibt unsere Gastautorin Claudia Cornelsen. Sie zeigt in ihrem Buch zum Bedingungslosen Grundeinkommen: Das ist ein Experiment, das unsere Arbeit auf den Kopf stellt.</p>
<p><a href="https://www.accelerate-academy.de/das-bedingungslose-grundeinkommen-macht-arbeit-erst-moeglich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gastbeitrag vom 24. April 2019</a></p>
<p><strong>Claudia Cornelsen</strong> ist Beraterin für Personality PR und Publizistin. Im Januar erschien ihr jüngstes Buch „Was würdest du tun? Wie uns das Bedingungslose Grundeinkommen verändert“. Bei <a href="https://www.mein-grundeinkommen.de/buch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein-grundeinkommen.de</a> kannst Du mehr dazu lesen.</p>
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		<title>&#8222;Das Bedingungslose Grundeinkommen macht Arbeit erst möglich&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AcAcAdmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Apr 2019 08:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Das ganze Geld- und Lohnsystem ist so ein Kuddelmuddel, dass mir ganz schwindelig wird&#8220;, schreibt unsere Gastautorin Claudia Cornelsen. Sie zeigt in ihrem Buch zum Bedingungslosen Grundeinkommen: Das ist ein Experiment, das unsere Arbeit auf den Kopf stellt. Es ist verrückt. Kann man leben, ohne zu arbeiten? Nein, sagen die Leute, man müsse doch sein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Das ganze Geld- und Lohnsystem ist so ein Kuddelmuddel, dass mir ganz schwindelig wird&#8220;, schreibt unsere Gastautorin Claudia Cornelsen. Sie zeigt in ihrem Buch zum Bedingungslosen Grundeinkommen: Das ist ein Experiment, das unsere Arbeit auf den Kopf stellt.</strong><br />
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<p>Es ist verrückt. Kann man leben, ohne zu arbeiten? Nein, sagen die Leute, man müsse doch sein Geld verdienen. Tja, die Leute geben die richtige Antwort, aber die falsche Begründung. Man muss nicht arbeiten, um Geld zu verdienen. Es gibt verdammt viele Menschen, die Geld verdienen – oder sollte ich besser sagen: Geld bekommen? –, ohne dass sie dafür arbeiten. Sie lassen arbeiten, andere Menschen oder einfach nur das viele Geld, dass sie schon haben.</p>
<p>Trotzdem kann man nicht leben, ohne zu arbeiten. Ich kenne niemanden, der das könnte. Selbst die Superreichen, die angeblich den ganzen Tag auf Segelyachten herumlungern, tun genau das eben nicht. Sie arbeiten. Und sie haben eine ziemlich coole Verhandlungsposition, um sich die Arbeit verdammt gut bezahlen zu lassen.</p>
<h3>Netflix, Spotify &#8211; all das ist Konsumarbeit</h3>
<p>Manche arbeiten ehrenamtlich. Manche arbeiten, ohne es Arbeit zu nennen. Sie nennen es Leidenschaft. Sie züchten Renntiere, keltern Wein, sammeln Kunst oder schreiben Liebesgedichte. Das sei doch keine Arbeit? Was denn sonst? Wenn Arbeit nur das ist, was bezahlt wird – okay, dann arbeitet nur eine Minderheit unserer Gesellschaft. Die Mehrheit geht zur Schule, kümmert sich um Angehörige oder ist in Rente. 60 Prozent der Deutschen leben von Transferzahlungen, staatlichen oder privaten. Wird gern übersehen, wenn die Rede von „Vollbeschäftigung“ ist. Ja, beschäftigt sind wohl alle – mit Bildungsarbeit, mit sozialer, caritativer, ökologischer, politischer oder künstlerischer Arbeit.</p>
<p>Ich rede auch gern von Konsum-Arbeit. Denn irgendeiner muss die Chips ja auch essen, die von den Industriemaschinen geschnitten, geröstet und gewürzt werden; irgendjemand muss die vielen RTL-Shows, Netflix-Serien und Spotify-Songs ja anhören und ansehen. Konsumarbeit heißt sich einen Marktüberblick verschaffen, Angebote sammeln, Qualitätskriterien entwickeln und Preis-Leistungs-Vergleiche anstellen – und neuerdings auch noch Bewertungen schreiben oder Sterne und Likes vergeben. Das wird zwar alles nicht bezahlt, aber es gibt riesige Unternehmen, die damit unglaublich viel Geld verdienen. Würden wir die Konsumarbeit verweigern, bräche die westliche Welt zusammen wie ein Kartenhaus.</p>
<h3>Leistungsgerechte Bezahlung?</h3>
<p>Was hat das mit Grundeinkommen zu tun? Naja, die herkömmliche Lohnlogik wird durch solche Arbeitsformen schwer in Frage gestellt. Neuerdings überlegen datengetriebene Unternehmen wie Facebook und Google ihren Usern tatsächlich eine Art Gehalt zu zahlen; schließlich sind die vermeintlichen Konsumenten in Wahrheit die Produzenten genau der Inhalte, die jene globalen Medienunternehmen so erfolgreich vermarkten. Und wovon leben diese „Prosumer“, wie man solche digitalen Fleißbienen neuerdings nennt?</p>
<p>Eine leistungsgerechte Bezahlung wäre der nächste Schritt auf dem Weg zu einem künstlich intelligenten Kapitalismus: Jedes Amazon-Prime-Mitglied bekommt ein Basisgehalt und je mehr Konsum-Klicks und Likes, desto höher steigt das Gehalt. Denn jede Sekunde, die ich auf einem der Kanäle verbringe, liefere ich wertvolle Daten. Andererseits: Wer würde schon dauerhaft Serien gucken wollen, die von Robotern aufgrund von erfolgsversprechenden Algorithmen entwickelt und konstruiert wurden. Statt Innovation gäbe es dann nur noch die ewige Wiederholung des erfolgreichsten Immergleichen. Ein Albtraum.</p>
<h3>Das Grundeinkommen als radikale Abkehr von &#8222;Leistungsgerechtigkeit&#8220;</h3>
<p>Obgleich sich ausgerechnet im Silikon Valley das Kürzel „UBI“ – Universal Basic Income – größter Beliebtheit erfreut, ist das Bedingungslose Grundeinkommen in Wahrheit das absolute Gegenteil von dieser Form ad absurdum geführter Lohnlogik.</p>
<p>In Wahrheit geht es beim Bedingungslosen Grundeinkommen um Menschlichkeit, um Individualität und um eine radikale Abkehr von jeder Art von „Leistungsgerechtigkeit“, die in Wahrheit nicht Leistung belohnt oder gar ermöglicht, sondern nur nach kulturell gewachsenen, aber doch willkürlich gesetzten Kriterien in wertvoll und wertlos sortiert. Denn warum ist die Arbeit im Kindergarten oder in der Autofabrik wertvoll und dieselbe Arbeit zuhause oder in der Garage wertlos? Warum kostet die Lektüre von Twitter-Nachrichten nur Zeit, die Lektüre eines Buches aber den Ladenpreis?</p>
<h3>Das Sozialsystem wird immer komplizierter</h3>
<p>Das ganze Geld- und Lohnsystem ist so ein Kuddelmuddel, dass mir ganz schwindelig wird, wenn ich anfange darüber nachzudenken. Und dann noch die komplizierte Steuerwelt: Warum wird beim Kinobesuch Mehrwertsteuer kassiert, während YouTube nicht mal den Unternehmensgewinn besteuern muss? Oder der Klassiker: Warum gibt es Hunde-, aber keine Katzensteuer? Warum kostet Tiernahrung 7 Prozent und Babynahrung 19 Prozent Mehrwertsteuer?</p>
<p>Wir leben in Zeiten, in denen alles selbsterklärend sein soll, das Handy, die Kaffeemaschine und der Thermomix. Aber unser Sozialsystem ist so kompliziert, dass selbst die Profis nicht mehr durchblicken. Seit 1960 hat sich die Zahl der Steuerberater fast vervierfacht, die Zahl der Fachanwälte für Steuerrecht hat sich versechsfacht. Und, ja, vielleicht macht denen ihre Arbeit Freude, aber wäre es nicht schöner, wenn es eine Welt gäbe, die diese Berufe gar nicht bräuchte?</p>
<h3>Matrix lässt grüßen!</h3>
<p>Die Frage nach der Notwendigkeit von Arbeit stellt sich in Zeiten, in denen Roboter die Arbeit übernehmen – und zwar auch und gerade die von Anwälten und Steuerberatern – umso dringlicher. Die Panik geht um: Wenn Leben ohne Arbeit nicht möglich ist, wie leben wir dann, wenn die Automaten die Arbeit übernehmen?</p>
<p>Hatte man in den letzten 40 Jahren vor allem darüber nachgedacht, wie man Arbeit organisiert &#8211; Gruppenarbeit, Selbstverantwortung, Kreativität und lebenslanges Lernen &#8211; geht es jetzt nicht mehr darum, wie wir arbeiten, sondern nur noch darum ob. Übernehmen Computer die Weltherrschaft? Wird die Menschheit überflüssig? Sind wir nur noch Futter für selbstlernende Maschinen, die zwar unsere geistige Energie noch brauchen, uns aber in Kraft, Belastbarkeit und Schnelligkeit milliardenfach überlegen sind? Matrix lässt grüßen.</p>
<h3>Was uns nicht ausgehen wird: Die Arbeit</h3>
<p>Wer solche dystopischen Cocktails rührt, reicht dazu gern den rettenden Strohhalm „Bedingungsloses Grundeinkommen“. Die utopische Idee verkommt darin zum schnöden Kraftfutter für die Massen-Menschhaltung der futuristischen KI-Gesellschaft oder ist appetitlich aufbereitetes Whiskas für die schnurrenden Haustiere allmächtiger Roboter.</p>
<p>Doch so dramatisch sich solche Science Fiction erzählen lassen, so fern sind sie jeder Realität. Weder übernehmen Pepper, Siri und Alexa die Weltherrschaft, noch geht uns Menschen die Arbeit aus.</p>
<h3>Niemand arbeitet nur um Geld zu verdienen</h3>
<p>Was würdest du tun, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre? Das ist die Frage aller Fragen. Der Moment, wo die Skeptiker des Bedingungslosen Grundeinkommens einlenken und sagen: Ja, ich würde natürlich weiter arbeiten! Selbstbild, Fremdbild: 90 Prozent der Autofahrer halten sich selbst für gute Autofahrer, aber ansonsten 90 Prozent der Autofahrer für schlechte. Finde den Fehler.</p>
<p>Wer glaubt, dass man nur arbeitet, um Geld zu verdienen, der irrt. Niemand tut das.</p>
<p>Denn Arbeit ist sehr viel mehr als Geld. Das ist so banal, dass ich kaum wage es aufzuschreiben. Aber im Kontext des Grundeinkommens muss ich das leider immer und immer wieder sagen.</p>
<h3>Nichtstun ist ohne Koks kaum zu ertragen, ganz sicher</h3>
<p>Ja, wir verrichten bestimmte Arbeit derzeit oft nur, weil wir dafür Geld bekommen. Wir erledigen sie, nicht weil wir sie gut und wichtig finden, sondern um unsere Existenz zu sichern. Aber wenn die Existenz gesichert ist, arbeiten wir trotzdem noch. Selbst die Multimillionäre, die womöglich ohne eigenes Zutun, einfach als Erbe, als Sohn oder Tochter von jemandem Vermögendem zu großem Reichtum gekommen sind, selbst sie arbeiten. Denn den ganzen Tag auf einer Segelyacht vor Monaco herumzulungern und sich vom Personal das Koks reichen zu lassen, macht unglücklich. Ist ohne Koks kaum zu ertragen.</p>
<p>Wir brauchen Mitstreitende, Mitmachende, Weggefährten; wir sind keine Einzelgänger, selbst Robinson Crusoe brauchte seinen Freitag. Selbst griesgrämige Eremiten haben Katze, Hund oder Esel, weil Menschen nun mal alleine nicht leben können. Und die Begegnung mit anderen ist ohne Arbeit eben nicht möglich. Manchmal ist schon die Begegnung an sich Arbeit, weil die Menschen so anders sind, das es Arbeit braucht, um ihnen zu begegnen. Sie sprechen andere Sprachen, sie denken andere Gedanken, sie haben andere Gewohnheiten. Das alles ist anstrengend und braucht aktives Tun, um es zu ertragen oder gar zu verstehen. Und selbst wenn derlei leicht fällt, dann ist die Begegnung mit Anderen nur dann schön und erfüllend, wenn wir gemeinsam etwas tun, und sei’s Holzkohle in einen Alu-Grill schütten, um darauf selbstgekaufte Hamburger zu grillen. Sich im Schlaraffenland die Tauben in den offenen Mund fliegen zu lassen, ist nur ein schöner Traum, wäre aber real ein Albtraum.</p>
<h3>Es geht beim Grundeinkommen nicht um Geld</h3>
<p>Und so erstaunt es nicht, dass die Einwohner von Deutschlands Grundeinkommens-Utopia – nämlich die inzwischen knapp 300 Gewinnerinnen und Gewinner von Mein Grundeinkommen – nicht nur alle weiterarbeiten, sondern es sogar erst recht tun. Mit 24 von ihnen haben Michael Bohmeyer und ich letzten Sommer intensive Gespräche geführt. Wir wollten es genau wissen, ob und wie die tausend Euro im Monat das Leben der Menschen verändert haben. Am Ende saßen wir vor so überwältigenden und zugleich überraschenden Ergebnissen, dass wir alles bisher sicher Gedachte in Frage stellten. Die wichtigste Erkenntnis: Es geht gar nicht ums Geld. Es geht um die Bedingungslosigkeit.</p>
<p>Gerade der Ausstieg aus der klassischen Lohnlogik – leiste erst mal dies, dann bekommst du dafür das – war der Schlüsselmoment, der bei den Menschen das Leben veränderte, und zwar radikal. Bei allen, egal ob sie reich waren oder arm, jung oder alt, obdachlos oder verbeamtet. Selbst die, die das Geld gar nicht angerührt haben, berichteten uns, dass sich durch das Bedingungslose Grundeinkommen alles auf den Kopf gestellt habe.</p>
<h3>Und die Jobs, die angeblich niemand machen will?</h3>
<p>Die jahrelange Freelancerin Katrin, die bislang risikoscheu von der Hand in den Mund gelebt hatte, fühlte sich plötzlich zur Unternehmerin berufen. Sie nimmt einen Kredit auf, stellt Mitarbeiter ein und gründet eine innovative Beratungsfirma. Rentnerin Traudl schaltet eine Anzeige in der regionalen Zeitung und sucht nach Menschen, für die sie biologisch kochen könnte. So beginnt sie mit 67 nochmal ein neues Berufsleben, jetzt als Köchin und Gesellschafterin eines ehemaligen Unternehmers. Christoph kündigt seinen Job im Callcenter, macht eine Ausbildung zum Erzieher. Mit Grundeinkommen findet er nicht nur eine Aufgabe mit Sinn, sondern auch seine langjährige Morbus-Crohn-Krankheit ein Ende.</p>
<div id="attachment_632" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-632" class="size-full wp-image-632" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/04/Buchcover_Claudia-Cornelsen_Was-würdest-Du-tun.png" alt="&quot;Was würdest Du tun?&quot; von Michael Bohmeyer &amp; Claudia Cornelsen (Foto: Econ Verlag)" width="300" height="300" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/04/Buchcover_Claudia-Cornelsen_Was-würdest-Du-tun.png 300w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/04/Buchcover_Claudia-Cornelsen_Was-würdest-Du-tun-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-632" class="wp-caption-text">&#8222;Was würdest Du tun?&#8220; von Michael Bohmeyer &amp; Claudia Cornelsen (Foto: Econ Verlag)</p></div>
<p>Niemand hört auf zu arbeiten. Selbst die nicht, die Jobs machten, die angeblich keiner machen will: in der Mensakantine, an der Discounterkasse, im Paketshop oder in der Nachtschicht. Schlecht bezahlt, körperlich oder seelisch belastend, gesellschaftlich gering geschätzt. Ja schlimmer noch: René, sein Leben lang prekär beschäftigt und zum Zeitpunkt des Gewinns gerade arbeitslos, ist sogar willens, unbezahlt einen Job anzunehmen, um einem künftigen Arbeitgeber zu beweisen, dass er eine gute Arbeitskraft sein wird. Auch die 60-jährige Gaby, die sich bereits als Mutter und Großmutter ausgelastet fühlen könnte, arbeitet trotz der monatlichen tausend Euro weiter in ihren drei Jobs als Kellnerin, als Putzfrau und als Bürohilfe, ohne Sozialversicherungsleistungen, ohne Rentenansprüche. Sie arbeiten, aber nicht mehr um jeden Preis. René begrenzt seine freiwillige Probezeit auf einen Monat, denn länger sei das Ausbeutung. Und Gaby zeigt einem Chef, der sie jahrelang ausgenutzt und gedemütigt hat, den Mittelfinger und sucht sich einen besseren.</p>
<h3>1000 Euro ändern den Blick und die Haltung</h3>
<p>Selbst diejenigen geben ihre Jobs nicht auf, die eigentlich kündigen wollten – weil ihr Chef so doof war, weil ihre Kollegen sie nicht unterstützten, weil dies oder weil jenes war. Mit den monatlichen tausend Euro in der Hand änderten sie ihren Blick, ihre Haltung und vor allem die Beziehung zu den anderen Menschen.</p>
<p>Plötzlich können sie selbstbewusst an ihren Chef, an ihre Kollegen herantreten und Bedingungen einfordern, zu denen sie weiterarbeiten würden. Und siehe da, plötzlich ist es möglich. Grundeinkommen befreit davon, arbeiten zu müssen, und macht dadurch Arbeit erst möglich.</p>
<h3>Bei menschlicher Arbeit geht es vor allem um den Menschen</h3>
<p>Die Geschichten der Gewinnerinnen und Gewinner, die wir in unserem Buch <strong>&#8222;Was würdest Du tun? Wie uns das Bedingungslose Grundeinkommen verändert&#8220; </strong>versammelt haben, geben eine völlig neue Antwort auf die eingangs gestellte Frage: Nein, wir können nicht leben, ohne zu arbeiten, aber nicht weil wir es uns nicht leisten können, sondern weil wir es nicht anders wollen. Wir arbeiten nicht aus Not, sondern aus Vergnügen.</p>
<p>Der Arbeitsbegriff, der sich entfremdet hatte, von Menschen nicht nur als Individuum, sondern als Mensch in der Beziehung zu anderen Menschen, kann sich in einer Grundeinkommens-Welt wieder zurecht rücken. Menschliche Arbeit wird nicht um der Sache willen, sondern um der Menschen willen betrieben. Sie wird weder verloren gehen, wenn es Maschinen gibt, die uns mühsame körperliche oder komplizierte intellektuelle Arbeit abnehmen, noch wird sie verloren gehen, wenn wir allen Menschen bedingungslos eine Existenzgrundlage schenken und ermöglichen. Die Philosophin Hannah Arendt, die uns zum „Denken ohne Geländer“ aufforderte, wusste es schon längst: Die „Vita Activa“ ist die schönste Form des Lebens, ein Leben, in dem wir in Gemeinschaft arbeiten – und zwar nicht für Geld, sondern füreinander!</p>
<div id="attachment_629" style="width: 160px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-629" class="wp-image-629 size-thumbnail" src="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia-Cornelsen-Foto-Oliver-Betke-150x150.png" alt="Claudia Cornelsen (Foto: Oliver Betke)" width="150" height="150" srcset="https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia-Cornelsen-Foto-Oliver-Betke-150x150.png 150w, https://www.accelerate-academy.de/wp-content/uploads/2019/04/Claudia-Cornelsen-Foto-Oliver-Betke.png 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><p id="caption-attachment-629" class="wp-caption-text">Claudia Cornelsen (Foto: Oliver Betke)</p></div>
<p><em><strong>Claudia Cornelsen</strong> ist Beraterin für Personality PR und Publizistin. Im Januar erschien ihr jüngstes Buch „Was würdest du tun? Wie uns das Bedingungslose Grundeinkommen verändert“. Bei <a href="https://www.mein-grundeinkommen.de/buch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein-grundeinkommen.de</a> kannst Du mehr dazu lesen.<br />
</em></p>
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