Neue Arbeit heißt Loslassen!

Screenshot t3n

In ihrer Kolumne bei t3n erklärt Inga Höltmann, warum Loslassen ein wichtiger Bestandteil von New Work ist und welche Überzeugungen sie selbst auf der Strecke gelassen hat.

Du interessierst Dich für Neue Arbeit?


Das Thema ist im Job auf Deinem Tisch gelandet und Du weißt nicht so recht, wie Du es anfassen sollst?


Oder das Thema spielt bei Dir ​im Unternehmen noch nicht so richtig eine Rolle, Du weißt aber, dass sich das ändern wird? Oder Du möchtest das ​vielleicht vorantreiben? 


Oder Du arbeitest in einer Organisation, die schon richtig weit ist und Du weißt, wie wichtig es ist, das Wissen zu teilen und gemeinsam zu lernen?

Kürzlich habe ich in einem Interview gesagt: „Ich kann das. Und was ich nicht kann, lerne ich unterwegs.“ Auf diese beiden Sätze habe ich besonders viel Rückmeldung bekommen. Für mich beschreiben sie meine Erkenntnis, dass die Welt da draußen anders funktioniert, als ich lange Zeit dachte – dass da draußen die Dinge so schnell in Bewegung sind, dass ich mich schwerlich darauf vorbereiten kann, sondern einfach springen muss. Dass ich manchmal auch einfach nur mir selbst vertrauen muss. Und dass meine Arbeit ein konstanter Lernprozess ist, der nicht aufhört.

Tatsächlich habe ich mich, seit ich im Bereich Neuer Arbeit unterwegs bin und Unternehmen auf ihrer Reise begleite, von einigen Überzeugungen verabschiedet. Mir ist klar geworden: Neue Arbeit heißt loslassen – loslassen von Glaubenssätzen, loslassen von lieb gewordenen Gewohnheiten, loslassen von gewohnten Prozessen. Das ist es auch, was Neue Arbeit manchmal so schmerzhaft und langwierig macht. Deshalb betone ich so oft, dass es eine Reise ist, auf die man sich machen muss, eine Reise, die vielleicht Unwägbarkeiten bereithält, eine Reise, deren Weg nicht bis zur letzten Kreuzung vorgezeichnet ist.

Neue Arbeit heißt aber nicht nur für Unternehmen, loszulassen. Auch ich musste loslassen – im Rahmen meiner Arbeit in den Unternehmen bereite ich am besten den Boden und lasse hier und da ein paar Samen fallen. Doch wachsen müssen die Pflänzchen schon von selbst – auch dann, wenn ich nicht mehr da bin. Ich habe gelernt, dass ich damit am erfolgreichsten bin, wenn ich mich in eine dienende Haltung versetze. Der größte, schwerwiegendste Glaubenssatz, von dem ich mich verabschieden musste, war die Vorstellung, ich könnte irgendetwas wissen und müsste in der Lage sein, dieses Wissen weiterzugeben. Oder mehr noch: Ich müsste aus diesem Wissen konkrete Handlungsempfehlungen ableiten können. […]

Diese Kolumne erschien am 25. November 2018 auf t3n. Lies sie dort weiter!

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